Als ich mich vorhin hinsetze, habe ich ein Déjà vu.
Du weißt schon: Ein Déjà vu ist ein Fehler in der Matrix.
So eins ist es aber gar nicht.
Ich habe nicht das Gefühl, diesen Moment schon mal erlebt zu haben.
Es ist eher so, als wenn ich mein Gefühl schon genau so wahrgenommen habe.
Ein ganz kleiner Moment Glück.
Glück, ohne irgendwas.
Einfach so.
Pur.
Diese Wärme, die dann da ist.
Letztes Jahr in Zürich gab es genauso einen Moment.
Ich kann das nicht erklären.
Ich muss das nicht erklären.
Ein Jahr später.
Zeit spielt keine Rolle und vergeht, verfliegt, verrinnt.
Manchmal steht sie still, die Zeit.
Musik spielt.
Dann ist es dunkel.
Heute gibt es keinen Sonnenuntergang und gleichwohl ist die Sonne untergegangen.
Ich mag Dunkelheit, Gedanken und Musik.
Es hat etwas Magisches.
Manchmal mag ich auch ein Glücks-Déjà vu.
Manchmal sitze ich einfach gerne da und schaue in die beginnende Nacht.
Tunz spielt den Soundtrack…

Der Herbst kommt.
Es gibt Momente, die einfach so sind, wie sie sind.
Ich habe heute schon in den Pfützen getanzt.
Ich mag das Bild in Schwarz/Weiß. So kann ich mir einreden, es hat etwas künstlerisches.
Das Bild ist schon ein paar Tage alt.

