Zeitfrei

Hervorgehoben

Seit ich nicht mehr arbeite, habe ich genug Zeit, um zeitfrei zu leben.
Das ist Luxus.
Das ist ein wenig dekadent.

Das gibt mir die Möglichkeit nichts und alles zu tun.
Es gibt kein „Muss“ mehr.
Es gibt keinen Napoleon, der mir vorschreibt, was ich zu tun habe.

Ich habe mit Instagram angefangen. Das ist manchmal ein wenig langweilig. Bilder sind gar nicht so meine Ausdrucksweise. Ich bin Denker und dann manchmal Schreiber.
Kein Schriftsteller…
Vielleicht noch nicht…

Gleichwohl schreibe ich gerne.

Nachdem ich gestern einen wunderbaren Blogbeitrag laß, hab ich beschlossen, dass ich auch wieder anfange.

Falls du bleibst: Danke für’s Lesen.

Ich bin gegangen

Hervorgehoben

sonntagsdialog Ich bin gegangen.
Ich bin nicht gut gegangen und nicht im Guten.
Es ging nicht gut. Dir nicht und mir und bei allem.
Darum.
Ich bin gegangen.
Still und ohne mich umzublicken.
Zu spät.
Ich war kaputt, als ich ging.
Es hatte für mich keine andere Möglichkeit.
Es gibt keine Entschuldigung. Nicht dafür und für sonst auch nichts. Wer würde sie annehmen wollen?
Manchmal wollte ich um Verzeihung bitten.
Dann hab ich nachgedacht und es gab nichts, was hätte verziehen werden können.

Ich bin gegangen.
Weit weg.
Mein Weg.
Richtig.
Ich gehe ohne Eile.

Musik

Diese Tage, wenn es draußen zu unangenehm ist, um spazieren zu gehen, sind manchmal so voller Musik. Stundenlang ein Lied nach dem anderen hören.
Was passt zusammen?
Wie ist der Flow?
Wie ist der Glow?
Manchmal einen Song unendlich hören.
Am Ende ist dann vielleicht ein Mixtape fertig, vielleicht auch nicht.

Es gib wenig, was so eine Intensität hat.

Die Welt ist aus und die Zeit steht still.
Manchmal laut.
Manchmal schnell.
Manchmal easy.
Manchmal melancholisch.
Manchmal boomschackalacka.
Musik geht ans Herz.
Musik ist für immer.

Veröffentlicht unter Musik

LTJ Bukem

LTJ Bukem ist irgendwann Anfang der 90er aufgetaucht. Ich hab soviel bei ihm getanzt. Er ist immer noch am Auflegen.
Ich mochte meine Drum’n’Bass-Platten. Die von seinem Label Goodlooking besonders.

Als ich vorhin auf dem Rad saß hab ich Big Bud gehört und es gibt ein Stück „A Way of Life“, das Bukem im Mix der Progression Sessions 4 spielt. Immer, wenn ich den Song höre, ist es als wenn ein Schalter umgelegt wird.
Mich durchströmt dann pures Glück.
Vielleicht sind es auch nur die Endorphine nach 20 km Rad bei 8°C.
Keine Ahnung.
Es ist ein bisschen wie fliegen.
Freiheit.

Sie stubst mich an und sagt: „Merkst du es?“
Natürlich.
Dieser glückliche Moment ist immer auch tiefe Melancholie.
Nicht diese traurige, eher diese warme und weiche, die schöne und leichte Melancholie.
Ich hab keine Worte dafür.

Dann kickte der Mix von Bukem.
Ich merke, wie ich mich spüre auf dem Rad in dieser Musik.
Ich merke, dass es alles ist, was ich brauche.
Ich merke, wie Musik und Bewegung meine Melancholie zum Tanzen bringt.

…und alles ist gut.

11 Monate

stadthafenManchmal, wenn ich am Stadthafen spazieren gehe, dann bleib ich auf der Brücke stehen und schaue auf’s Wasser. Ich mag das. Ich bin gar nicht so der Fan von Booten.
Boote, vor allem Segelboote, erinnern mich an meinen Vater.
Manchmal denke ich an ihn.
Gestern gab es einen Gedanken: Ich konnte es nie besser machen.
Ich konnte nie ein besserer Vater sein.
Ich bin kein Vater.

Emma schenkte mir einen Kaubonbon mit einem Halloweenkürbis darauf. Die Kleine freute sich, mir altem Mann etwas zu schenken, dann flitzte sie weiter.
Ich nickte ihren Vater zu.
Basecapträgen nicken und alles ist gesagt.

Novemberblues.
11 Monate bin ich jetzt hier.
Manchmal, wenn ich am Stadthafen spazieren gehe, dann bleib ich auf der Brücke stehen und schaue auf’s Wasser.
Ich mag das.

Zu schnell zu langsam

zuschnellzulangsamDie Zeit
Vergeht
Zu schnell
Zu langsam
Vorbei

Moment an Moment
Sekunden
Bruchteile
Das große Ganze
Fließt

Finale
Ende
Anfang
Morgen ist auch noch ein Tag
Ein Tag
Wie
Wie jeder

Die Zeit vergeht zu schnell zu langsam vorbei
Vorbei oder zu Ende?

Zwei Momente

Einen hab ich dir schon gezeigt. Es ist heute Morgen kurz nachdem es hell wird. Ich steh auf dem Balkon und freue mich über das Licht und die wunderbare Musik, die ich höre.

Dann lasse ich den Tag, Tag sein.

Das Gespräch mit meiner Mutter ist spannend. Einerseits ist Geld, wie so oft, ein Thema. Mich langweilt das so sehr. Gleichwohl bin ich mir bewusst, dass ich mich nur langweilen kann, weil ich mir eigentlich keine Gedanken darüber machen muss. Wir einigen uns, dass es uns gut geht.

Die andere Ebene in diesem Gespräch hat mich überrascht. Meine Mutter hat mich gefragt, ob ich denn keine Lust habe, das was ich kann, an andere weiterzugeben. Also mir eine Arbeit suchen, nicht, damit ich mich darüber definiere, sondern damit ich meine Kompetenzen weitergeben kann.
Das finde ich eine interessante Überlegung.

Ich denke, dass ich nicht mehr als Lehrer für Pflege arbeite, denn ich kann diesen Beruf nicht ausbilden für so ein krankes System.
Ich denke, dass ich nicht mehr als Führungsperson arbeiten werde, denn das ist ein Hamsterrad, das krank macht.

(Solltest du eine 60% Stelle haben im Bereich Leitung, dann nimm gerne Kontakt auf.)

Ich hab das „IFAZ – Institut für angewandte Zeitsouveränität“ gegründet, vielleicht sollte ich Coach werden. Natürlich ist das kein echtes Institut, es könnte aber eins werden?
Erstes Thema: Wie lasse ich Zeit Zeit sein.
Zweites Thema: Wie höre ich ein Musikalbum vom ersten bis zum letzten Song ohne etwas dabei anderes zu tun?
Drittes Thema: Was ist deine Frage?

Mal schauen.

…und nur weil die Schablonenmenschen nicht verstehen, warum ich mich wohlfühlen kann, ohne zu arbeiten, muss ich mir keinen Job suchen.

Der zweite Moment ist kurz bevor es dunkel wird. Ich bin so beeindruckt von den Farben und ich spüre eine so tiefe Zufriedenheit auf meinem Balkon.

Meine Melancholie setzt sich zu mir und sagt: „Beth Gibbons Karten im Pre-Sale. Beth hat dir geschrieben.“

Ich kaufe eine Karte für das Konzert.

Jetzt höre ich „Lives Outgrown“ und erlebe eine so dolle Vorfreude.
Das ist der dritte wirkliche Moment an diesem Tag.

Good morning

good morningGefühlt schon mehrere Stunden wach
Es sind grade mal eine und eine halbe
Zeitumstellungswoche
Wenn ich früh wach werde

Das Licht ist heute Morgen einzigartig
Milchglaseffekt
Musik schlenzt so fein
Das passt in meine Gedanken
Leicht

„Get Lucky“ im Mix
So eine feine Interpretation
Meine Melancholie kneift mir in die Seite
Sanft

good mørning, spirit space by mømø

Vergessener Moment

Rambazamba berlinBeim Schlendern durch Berlin am RambaZamba Theater
Ein inklusives Theater in Berlin
Ich mag RambaZamba
Als Wort und Bedeutung
Das Bild sollte Teil der Berlin-Serie sein
Ich hab es nicht hochgeladen
Vergessenes Foto
Vergessener Moment

Wenn ich Fotos mache, die ich dann vergesse, muss ich dann überhaupt Fotos machen?
Lohnt es sich nicht mehr, einfach innezuhalten und den Moment zu erleben?
Vielleicht vergesse ich ihn dann nicht?

Erinnerungen sind in mir oder weg.

Amok Koma

Könnte ein dramatischer Text werden, ist aber nur der Albumtitel des ersten Albums von Abwärts.
Zeitreise in der Musik.
Ich glaub die Platte stand seinerzeit im Musikzimmer. Zumindest kenne ich die Musik.
Römer und Bunker
Pogo in Lederhosen
Meine Zeitreise
Nachts kommen die Gedanken
Dabei ist es noch gar nicht nachts.
20:15 Uhr
Düster und stockfinster.
Da ist die Musik Goldstaub

Abwärts – Amok Koma

Du warst mein Norden

berlin2Du warst mein Norden
Du warst mein vertrauter Klang
Thomas D sagte mal:

Ich bin für dich da,
nein ich bin wegen dir hier

So war’s
So wird es nie mehr sein

Ich dachte Liebe ist für ewig
Ich habe ich geirrt
Nicht mal für immer
Kaputt von Anfang an

Ich dachte Liebe hält ewig
Niemals

Niemals

Mit Berlin hat das alles nichts zu tun
Es gab da auch mal eine Liebe
Herbstwind
Lange her
So lange

Neonlichtpoesie

neonlichpoesieSiebzehn Uhr und es ist fast dunkel.
Die Wolken machen es noch dunkler.
Ein Moment und das Licht scheint nochmal hindurch.
Es ist jetzt die Zeit der langen Abende.
Leselampen sind eine gute Erfindung.
Kleine Lampen im Regal machen den Raum gemütlicher.
Beim Lesen oder auch beim Musik hören.

Die geschenkte Stunde ist schon wieder verschwunden.
Genauso wie das Licht.
PJ Harvey
Aldous Harding
Soundtrack
Oktober ist auch schon wieder fast vorbei
Novemberbluesvorboten

Ich glaube, ich werde viel Zeit mit ihr verbringen
Louise ist verschwunden, als ich darüber nachgedacht habe
Die Tänzerin ging auch
Es ist gut so
Ich hatte ohnehin keine Worte

Acht Eimer Hühnerherzen ist mein nächstes Konzert
Es wird ein Fest.
Nylon-Saiten Punk
Neonlichtpoesie

Vielleicht

vielleichtEin Vielleicht hat sich eingeschlichen.
Ganz leise und fast nicht spürbar.
Was wäre wenn im Medium der Illusionen.
Mit Fragen und Sehnsucht.
Keine Antwort ist dann die Antwort.
Aber ich hab ja nicht gefragt.
Die Fragen waren nur in meinem Kopf.
Wie solltest du also antworten?
Gleichwohl eine Berührung.
Nur eine kleine im Medium der Illusionen.
Vielleicht ist es auch nur meine Interpretation.
Vielleicht ist es mein Vielleicht.
Vielleicht ist es gar nichts.

Merke es selbst.
Zu viel Vielleicht.
Fragen.
Hoffnung.
Sehnsucht.

Ich will kein Vielleicht.
Ich will keine Fragen.
Ich will keine Hoffnung.
Ich will keine Sehnsucht.

Dann verschwindet das Licht und es wird dunkel.
Ruhe und Stille.
Ich genieße genau diesen Moment.
Jetzt.

Es gibt kein Vielleicht im Jetzt.

Interaktionsfrei

interaktionsfreiIch beschwere mich nicht, über einen Sonntagmorgen voller Sturm und Regen.
Fast ohne Farbe.
Erstmal alle Uhren zurückstellen, denn eine Stunde ist mehr.
Mehr für was?
Ich brauche kein mehr.

Barfuß auf dem Balkon.
Klingt auch wie ein „Element of Crime“ Song.
Sven Regener hat ein neues Buch.

Barfuß auf dem Balkon
Sechs Grad
Ich werde heute nicht raus gehen.
Tag ohne Begegnungen.

Ich gehe in Interaktion, wenn ich das möchte.
Manchmal.
Heute könnte ein Tag werden, an dem ich nicht rede.
Ich brauche diese Tage.
Immer noch.
Immer wieder.
Immer mehr.
Immer.

…und Paul Watzlawick sagte: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“
Er kannte mich nicht.

Schwerer Tag

schwerer tagEintausend Tonnen drücken auf mein Herz.
Eintausend Tonnen drücken auf meine Seele.
Eintausend Tonnen.

Natürlich ist das nur ein Gefühl.
Ein drückendes.
Heute ist wieder so ein Tag.
In jedem Moment Ruhe spüre ich das.

Du weißt schon: Copingstrategien einsetzen oder Skills oder alles.
Oder nichts.

schwerer tagTipTapping singt Dillon.
Schon so lange.
Bremen 2012.
Das ist lange her.
Demnächst in Berlin.

Heute ist ein Tag mit Erinnerungen und Fragen.
Vielleicht.
Vielleicht?
Vergiss vielleicht, Reene.
Vielleicht ist nichts!

Farben.
42 Minuten sind manchmal so lang.
Balkon.

„The Silence Kills“ ist zu Ende.
Ich mag das Album auch 15 Jahre später noch.

Dann ist es wieder dunkel und schwer.

Farbsuche

HipHop als Begleitmusik für die Gedanken, die sich im Kreis drehen
Keine Spirale, die nach oben oder unten führt
Einfach nur im Kreis
Kopfnicken schüttelt das Ganze
In kleine Teile, die sich dann wieder zusammensetzen
Ins Ganze

Absurdität von Bildwelten, die nie (meine) Wirklichkeit widerspiegeln
Können
Wollen
Müssen
Langeweile oder Täglich grüßt der Kirchturm

Das, was mich interessiert
So weit weg
In der Zeit
In der Welt
In der Fantasie
Louise, die dem Regen lauscht

Tropfen für Tropfen Sehnsucht
Meine eigene
In Berlin gab es einen kleinen Moment
Die Frau war aber auch wirklich sehr sympathisch

Musik als Begleitung
Musik als Gemeinsamkeit
Musik
Grooven
Tanzen
Küssen

Im Nu verschwunden

Mein Text über die Unerträglichkeit von Liebe
Muss warten
Muss
Aber

Farben musst du auch sehen wollen
Ich auch
Heute nicht

Sie, meine Melancholie, sagt: ‚Es ist okey.‘
Na dann

Warten auf Licht

Die Nacht ist so lang, und nach einem intensiven Sommer wirkt das tatsächlich noch befremdlich.
Als wenn gestern noch um 4:30 Uhr Sonnenaufgang war.
Du weißt schon, dass das ein schleichender Prozess ist?
Ja natürlich und meine Emotion braucht eben etwas länger.

Ich merke, dass mir die Nacht auch morgens gefällt.
Es hat immer so etwas Stilles.
Augenblick.
Ich stehe auf dem Balkon und warte ohne zu warten.

Das Licht kommt.
Langsam.
Es versteckt sich hinter einem Grau.
Herbstgrau.
Das Grau und der Nieselregen machen den Moment ruhig.

Vielleicht mache ich mich nachher auf die Suche nach Farben.
Vielleicht auch nicht…

Grauzone

grauzoneDiese Musik hörte ich damals noch nicht.
1981.
1981 taucht bei mir musikalisch nicht auf. Mit 12 ging irgendwie noch viel ohne Musik.
83 oder 84 das erste Mal Stadthallendisco war der Beginn.

Grauzone kamen in den Mainstream mit „Eisbär“ und der Song war sowohl musikalisch als auch textlich das, was mein pubertierendes Jungsherz berührte.
Das Album ist so viel mehr.
Heute wird mir das bewusst.
Musikalisch und textlich.

Das Album passt in den Tag.
Grau.
Zone.
Dabei war die Band aus Bern.
Schweiz.

Gestern hab ich daran gedacht, dass mein größtes emotionales Versagen und der Schmerz, den ich verursacht habe, sowohl bei dir als auch bei mir, diese 10 Jahre waren.
Rückwirkend nicht mehr zu ändern.
Manchmal holen mich die Gedanken noch ein.
Schweiz.

Manchmal – und heute ist manchmal – bin ich einfach traurig.
Es ist okey.
Es ist deshalb okey, weil ich mich nicht extrinsisch motivieren lassen muss, um meinen Tag oder meine Arbeit zu gestalten. Das war so anstrengend.
Es ist okey, weil ich einfach eine Platte von 1981 anmachen und eine Stunde und fünf Minuten nur in dieser Musik sein kann.
Es ist okey, weil ich mich nicht dagegen wehren muss.
Es ist okey, weil ich weder mir noch irgendwem dadurch weh tue.
Es ist okey, weil diese Traurigkeit ein Teil von mir ist.
Schon immer.

Weißt du und dann stehe ich auf diesem Balkon und lasse die Farben auf mich wirken.
…und dann schaue ich zu Louise und wir träumen vom Meer.
Meine Melancholie lächelt still.

Zeit vergessen

…auf dem Balkon.

zeit vergessenDer Sonnenuntergang ist nicht sonderlich spektakulär. Da war hier schon mehr los.
Immerhin ging die Sonne sichtbar unter.
Was mir auffällt, dass ich den Moment, wo die Sonne genau zwischen den beiden Turmspitzen verschwindet, nicht ganz mitbekommen habe.

Kommt das Thema Zeit schon wieder.
Sie vergeht einfach schnell.
Vielleicht vergeht die Zeit aber gar nicht schnell.
Ich merke nur nicht, wie sie vergeht und dann ist schon wieder Herbst und Zeitumstellung.
Als mir kalt wird, ist es fast dunkel.

„Hast du mich vermisst?“
„Nein. Wieso kommst du jetzt?“
„Wenn du an Zeit denkst, wird es über kurz oder lang melancholisch.“
„Ich könnte ja physikalisch über Zeit nachdenken, nicht emotional.“
„Ja, könntest du.“
„Hast du Louise auch mitgebracht?“
„Möchtest du das?“
„Nein, heute nicht. Sehnsucht kann ich heute nicht gebrauchen. Es war ein so schöner Tag.“
„Okey.“

Ja so ist das mit der Zeit.
…und der Melancholie.
…und der Sehnsucht.
…und dem Glück.
…und überhaupt.

Das neue Album von Fontaines D.C. ist gute Abendmusik. Es ist ganz schön, ein bisschen langweilig und schafft es nicht in meine Top 20.

Jetzt könnte ich mal überlegen, was meine Top 20 sind.
Heute nicht mehr, aber das ist ein Projekt.

…wenn ich Zeit dafür finde. *lacht

Warten

wartenDie Stadt schläft noch fast, als ich losgehe.
Ich merke, dass mir Berlin in diesem Moment gefällt. Sehr wenig Menschen sind unterwegs.
Berlin ohne Trubel.
Kurzer Blick auf die Spree.
Grau in Grau.
Ich setze die Kopfhörer ab.
Sound einer aufwachenden Stadt.

Ich nehme einen Tee mit dem kurdischen Gemüsehändler in Moabit, kaufe eine Banane und bekomme eine geschenkt. Ich mag genau diese Begegnungen.
Dann gehe ich weiter.
Kleiner Tiergarten.
Ich hab noch Zeit für den Park.
Dann merke ich, dass es reicht.
Ein kleines Mädchen sieht das auch so und weint.
Ich schenke ihr meinen Regenbogenpin. Ich hab zuhause noch einen neuen
Sie lacht mit einer kleinen Träne im Auge.

Weiter.

Das Gefängnis in Moabit ist ein schreckliches Gebäude, denke ich.
Dann bin ich am Hauptbahnhof.
Das ist ein stinkendender Menschenameisenhaufen.
Wobei ich den Ameisen damit unrecht tue.
Viel Dreck, sehr viel Lärm, rumwuselnde Menschen ohne Rücksicht.
Der alte Mann, der den Müll durchwühlt, macht mich traurig.
Weil ich kein Bargeld habe, frage ich ihn, ob er ein Schokocroissant von mir möchte.
Ein kleiner Moment Freude.
Er muss weiter, hat noch viel zu tun, sagt er mir.

Sie lehnt sich an mich. Melancholie und Homesickness.
Bahnhöfe sind schreckliche Orte.
Ich setz mich hin und die Kopfhörer auf, trinke meinen Kaffee und esse mein eigenes Schokocroissant.
Warten bis der Zug in den Norden kommt.

Der junge Mann auf dem Bild fährt nach Hamburg zu seinen Großeltern. Erzählt er mir, als ich ihn frage, ob ich das Foto von ihm nutzen darf.
Gute Reise Johannes

Ich sitze im Zug.
Musik spielt.
Welt um mich herum ist aus.
Ich schreibe diesen Text.
Er heißt: Warten.

At home

Zu Hause
Ich spüre die 50000 Schritte der letzten zwei Tage
Alter Mann
Der Sturm heute morgen bringt mir eine unendliche Stille
Kaffee auf meinem Lieblingsbalkon
Der Wind sagt: Willkommen, mein Freund
Sie sagt: Ich lehn mich leicht an
Louise sagt: Ich möchte ans Meer
Ich sage: Vielleicht dann

Nachklang
Menschen, Musik, Gespräche
Rumble in the Jungle

…und dann stehe ich einfach auf meinem Balkon und merke, dass ich nichts anderes möchte.

Berlin

berlinEin bisschen zu gross
Ein bisschen zu laut
Ein bisschen bekannt
Ein bisschen zu fremd
Ein bisschen zu alles

Den richtigen Platz gefunden
…und Kaffee
…und Franzbrötchen
…und die Sonne sagt: „Hallo“
…und Sie kneift mich in die Seite
Immer, wenn ich auf alten Pfaden schlendere

So viele Begegnungen, die nicht mehr wahr sind

Die Berliner Jahre
Ich kann mich fast nicht erinnern

Portishead in der Zitadelle
Das ist genau auf der anderen Seite,
Wenn du von der Stargarder Straße aus losgehst

Ich schlender dann mal…

Licht ohne Schatten

Letztens habe ich gelesen: Du kannst nicht über Licht schreiben ohne Schatten.

Als ich vorhin auf meinem Balkon stand und so vor mich hingedacht habe, verschwand die Sonne.
So nach und nach.
Zuerst sehr wenig rot, dann ein wenig mehr und dann zum Ende Pastelltöne.
Ich mag das sehr.
Microkosmos Balkon.

Sanft.
Das Licht.
Meine Gedanken.

Sie lehnt sich an mich und Louise pfeift ein Lied.
Ich mag es mit ein wenig Melancholie und ein wenig Sehnsucht auf meinem Balkon zu stehen.

Letztens habe ich gelesen: Du kannst nicht über Licht schreiben ohne Schatten.
Was soll ich dazu sagen?
Mir tut manchmal mein Herz weh und ich weiß nicht wovon.
Vielleicht, weil es gebrochen ist.

Für Louise, ich hab dich vorhin Lachen gesehen.

An manchen Abenden

an manchen abendenAn manchen Abenden habe ich keine Worte.
An manchen Abenden habe ich fast keine Gedanken.
An manchen Abenden sitze ich einfach nur so da.

Heute habe ich sogar vergessen, Licht anzumachen.
Heute habe ich sogar vergessen, Musik anzumachen.
Dunkelheit und Gedanken.
Liest sich dramatisch.
Das ist es gar nicht.
Ich mag das sehr.
Darum mag ich Herbst und Winter auch.
Da muss ich nicht so lange auf die Dunkelheit warten.

Ich mach dann eine kleine Lampe an und genieße die Stille.
Ich mach dann etwas Musik an und genieße die Ruhe.

The End of the Rose

end of the roseVergänglichkeit von Augenblicken
Rosensommer
Immer und immer wieder
Neu entdecken

Ich hab noch nie so viele Rosen gesehen wie in diesem Sommer.
Wahrscheinlich, weil ich nie hingeschaut habe.

Wenn der Kopf voll ist mit so vielem anderen.
Mit so vielem, was nicht von mir selbst kommt.
Wenn der Kopf so voll ist, dann kann ich nichts sehen.

Ich drehe mich im Kreis.
Dieses Mal aber nur noch in meinem eigenen. Der Unterschied zu den letzten Jahren ist, dass ich mich nicht mehr frage, wie auch aus dem Kreis herauskomme.
Manchmal fragt die Welt, wie lange ich das den noch machen will.
Manchmal schmunzle ich dann.
Manchmal denke ich: Wer weiß das schon…
Manchmal merke ich, dass es die Welt nichts angeht.

Wenn der Kopf voll ist mit so vielem.
Mit so vielem, was von mir selbst kommt.
Wenn der Kopf so voll ist, dann kann ich alles sehen.

Zeit sehen

zeit zusehenZeit kann ich sehen. Ich kann der Sonne zusehen, wie sie mir die Zeit malt. Jeden Abend ist der Sonnenuntergang etwas mehr links (Südwesten). Es kommt nicht mehr viel Licht in mein Zimmer. Beth wird jedoch in einem feinen Rotton angeleuchtet.
Kurzer Moment.
Wenn ich auf meinem Balkon steh, dann sehe ich der Zeit zu.

Die große Frage: Wie viel Zeit bleibt mir noch?

„Escape The Chaos“ ein Album von Morcheeba. Das letzte, was sie veröffentlicht haben.
Ein schönes Album.
Mein Soundtrack für diesen Abend.
Vor einem Jahr habe ich sie im Kaufleuten in Zürich gesehen.
Ein schönes Konzert.
Wie schnell so ein Jahr vorbei ist.

Nein, ich sage nicht, dass es immer schneller vorbei geht.
Das letzte Jahr war so intensiv wie lange nicht mehr.
Von daher ist es gefühlt gar nicht so schnell gewesen.

„Escape The Chaos“ oder „“Escape The Time“
Das mit dem Chaos hat ganz gut geklappt.
Das mit der Zeit auch irgendwie.
Sie plätschert so vor sich hin, die Zeit.

Wie viel Zeit bleibt mir also noch?
Alle Zeit der Welt.
Meiner Welt.

So stehe ich dann auf meinem Balkon und sehe der Zeit zu.

…sonntags

sonntagsLouise hakt sich bei mir ein und lacht. Ich liebe dieses Lachen und ich vermisse es an manchen Tagen so sehr.
„Bist du allein?“
„Nein.“
Sie hakt sich an der anderen Seite ein.
„Wir kommen doch fast immer zusammen.“
„Ja.“
„…und nun?“
„Lass uns spazieren gehen.“
Ich mag es.

Immer, wenn ich Acoustic Hits von The Cure höre, nehmen die Songs mich mit auf eine Reise.
Zeitreise
Gefühlsreise
Robert Smith hat so eine unfassbare Stimme.
The Cure haben so unbeschreibliche Songs gemacht.
Ich mag es.

Melancholie und Sehnsucht
„Sie und Louise“
Buchtitel
Bis jetzt ist es nur eine Idee.
Ich mag es.

The Cure als Soundtrack für einen Spaziergang mit den beiden.
Am Fluss stehen.
Ein Blatt treibt im Wasser.
Der Moment hat so eine tiefe Traurigkeit.
Der Moment hat so eine wundervolle Leichtigkeit.
Der Moment hat alles.
Ich mag es.

Weltschmerz

weltschmerzAuf „Joined Up Writing“ (1984) hat Anne Clark ein Stück eher ein Poem als ein Lied, das „Weltschmerz“ heißt. Jedes Mal, wenn ich diese Platte höre, bin ich wieder neu im Bann dieser Worte.

Im Dunklen auf dem Sessel sitzen, Fenster offen. Die Luft draußen ist toll nach dem Gewitter. Dunkelheit schleicht sich um mich und das letzte Rot verblasst am Himmel. Unfassbar.

Killing Time
True Love Tales

Kein fröhliches Album. Es war eine der ersten CDs, die ich mir gekauft habe, als die Mauer aufging, und sie steht noch hier im Regal. Ich habe irgendwie alle Alben von ihr. In den Jahren sammelt sich was an.

Self Destruct
Our Darkness

…und seinerzeit wurde die Tanzfläche voll. Die Darks & Waves fingen an zu schaufeln und Patschuli hing in der Luft.

Das Album würde heute genauso gut in diese Welt passen. Anfang der 90er hab ich es gehört, um so richtigen Weltschmerz zu bekommen. Du weißt. Heute Abend ist es vor allem Erinnerung (und immer auch ein wenig Weltschmerz & Geburtstagsblues).

„Changing Places“ ist mein Lieblingsalbum von Anne Clark. Ich mach es noch an…

Sein

Jeder Schritt ohne Ziel
Mit dem Gefühl
Dem Gefühl, richtig zu sein
Zu sein
Sein
Da wo ich bin
Ankommen im Moment
Augenblick in jedem Schritt
Ziellos
Los

____

Die Abende, wenn ich nicht mit ihr rede und sie auch nichts sagt.
Wir sitzen dann und die Nacht kommt.
Es wird dunkel.
Es ist dann schwer und leicht zugleich.

Alter B-Boy

Ich schlendere durch die Stadt, die bekannt aber fremd ist.
Hiphop im Ohr
Hose baggy
Schuhe Adidas – What else?
Cap & Hoody
Wiegender Gang
Kopfnicker forever

Hand in Hand mit Ihr
Melancholie
An manchen Tagen sind selbst die Beastie Boys zu leise

Ich mag Tanz, tanzen und tanzende Menschen
Breakdance hat die Welt eröffnet
HipHop hören, leben, spüren
Sie groovt mit
Manchmal tanzen wir zusammen

Abends wird sie mir noch das Herz zusammendrücken.
Das weiß ich in diesem Moment noch nicht.

Ready or Not

Zeitloses Grau

zeitlosZeit töpfelt mit jedem Regentropfen
Sekunde um Sekunde
Nieselregen schluckt die Farben und Geräusche
Lebst du?

Im Nichts dieses Moments
Sekunde um Sekunde
Wird es ruhig
Lebst du?

Kein Gedanke im Augenblick
Sekunde um Sekunde
Fragen gibt es nicht
Lebst du?

In jedem einzelnen Tropfen der Zeit
Sekunde um Sekunde
Leicht und schwer zugleich
Ich lebe

Butterflyeffekt

butterflyManchmal lese ich in meinem alten Blog.
Irgendwie habe ich schon immer gerne geschrieben.
Manches kann ich Jahre später noch erinnern.
Manches ist verschwunden.
Worte für Momente, die nicht mehr da sind.


Gestern Abend las ich einen Text: „Butterflyeffekt“ (März 2012).
Die Emotion, der Schmerz, die Sehnsucht begleitet von meiner Melancholie berührten mich kurz.
Ohne, dass es mich runterzog.
So lange her und alles auch heute.
Nur ohne (unglückliches) Verliebtsein.

Butterflyeffekt

Tagsüber geht das jetzt meistens schon ganz gut. Da pack ich mein Verliebtsein, nachdem es mir schon den ersten Gedanken verpasst hat, morgens unters Kopfkissen. Zumindest denke ich das. Dann hoffe ich, dass es den ganzen Tag nicht irgendwo in mir auftaucht. Manchmal kneift mich dieses Gefühl aber kurz in die Seite. Manchmal lächle ich dann. Manchmal packt aber diese unsichtbare Eishand durch den Magen meine Lunge zerreißend einfach so mein Herz und presst es zusammen. Manchmal werde ich fast ohnmächtig oder möchte nur schreien. Oft geht das leider nicht, dann krümme ich mich nur innerlich zusammen. Dann erzähle ich einen Witz. Manchmal sogar nur mir selbst. Freudentränen sind keiner Erklärung bedürftig.

Meistens ist es inzwischen allerdings eher ruhig. Im Grau des Alltags lassen sich so dann und wann ein paar Farben entdecken, die sich zumindest beim Gang am Wasser in diesem spiegeln. Musik rettet ohnehin fast alles. Die Schablonenmenschen sind immer noch nicht besser zu ertragen, aber sie zeigen mir jeden Tag immer wieder, dass ich so niemals enden will. Ohne Phantasie und keine Träume. Ich lauf dann doch lieber tagträumend lächelnd und tänzelnd durch die Stadt. Manchmal fühle ich mich dann so frei. Manchmal vergesse ich für einen Moment, dass ich verliebt bin. Dann lächle ich einfach dem Mädchen mit dem gelben Fahrrad zu. Sie winkt und ist verschwunden. Manchmal finde ich das sehr schade.

Ich weiß, ich müsste einfach nur aufhören, an dich zu denken.

…und ich habe ein Wort wiedergefunden: Schablonenmenschen.
Mal sehen, ob sie nochmal Thema werden…

Heute Morgen ist Sie da.
Tief und schwer.
Gleichwohl umarmt sie mich so sanft.
Skills rauskramen, um nicht zu versinken.

Déjà vu

deja vuAls ich mich vorhin hinsetze, habe ich ein Déjà vu.
Du weißt schon: Ein Déjà vu ist ein Fehler in der Matrix.
So eins ist es aber gar nicht.
Ich habe nicht das Gefühl, diesen Moment schon mal erlebt zu haben.
Es ist eher so, als wenn ich mein Gefühl schon genau so wahrgenommen habe.
Ein ganz kleiner Moment Glück.
Glück, ohne irgendwas.
Einfach so.
Pur.
Diese Wärme, die dann da ist.

Letztes Jahr in Zürich gab es genauso einen Moment.
Ich kann das nicht erklären.
Ich muss das nicht erklären.
Ein Jahr später.
Zeit spielt keine Rolle und vergeht, verfliegt, verrinnt.
Manchmal steht sie still, die Zeit.

Musik spielt.
Dann ist es dunkel.
Heute gibt es keinen Sonnenuntergang und gleichwohl ist die Sonne untergegangen.
Ich mag Dunkelheit, Gedanken und Musik.
Es hat etwas Magisches.

Manchmal mag ich auch ein Glücks-Déjà vu.
Manchmal sitze ich einfach gerne da und schaue in die beginnende Nacht.

Tunz spielt den Soundtrack…

Langweiligkeit I

Ich bin der langweiligste Mensch der Welt.

Das sage ich nicht, um zu hören, dass es nicht stimmt.
Ich brauche keine Beurteilungen von anderen.
Ich möchte vor allem keine Beurteilungen von anderen.
Ich bin ich.
Ich bin langweilig.
Das sage ich ganz ohne Frust oder Traurigkeit.

Diese Langweiligkeit zieht sich schon durch mein ganzes Leben.
Für mich ist das gar nicht negativ.
Für mich ist Langeweile eine lange Weile, ein Moment ohne Hast, ohne Ziel, ohne irgendetwas erreichen zu müssen.
Zeit Zeit sein lassen.
Nichts tun.
Ich langweile mich so gut wie nie, denn ich kann mit mir allein sein.
Ohne alles.
Mit Musik wäre mir lieber, aber es geht auch ohne.
Ich habe Phantasie und bin Tagräumer.

Wenn ich über Leben nachdenke, dann ist die Frage „Was macht das Leben lebenswert?“ eine, die ja immer und überall gestellt wird.
Spektakuläres, Grandioses, Außergewöhnliches wird dann als Antwort erwartet.
Ohne das bist du langweilig.
Und?

Ich habe kein Talent für irgendwas.
Ich bin kein Künstler, ich bin kein Musiker, ich bin kein Sportler, ich bin kein Weltreisender, ich bin kein modebewusster Mensch, ich bin kein politischer Aktivist und ich mache auch sonst nichts, was außergewöhnlich ist.
Die Laufsprungtechnik im Weitsprung war hartes Training. Immerhin hatte ich mit 15 den Frauenweltrekord seinerzeit 7 Meter 11 erreicht.
Ich mag Kunst, ich mag Musik, ich mag Sport, ich mag Reiseberichte, ich mag Mode und ich bin politisch interessiert (und in bestimmten Fällen auch aktiv).
Ja.
Tatsächlich hab ich einiges probiert: Zeichnen, tanzen, fotografieren, DJing, Leichtathletik, Breakdance, Auto-Stop-Reisen, Flugblätter für’s „Neue Forum“ verteilen, cool sein… Ich war sogar kurz mal Model für Frisuren. Also gut, für eine Frisur (Jungs-Kurzhaarschnitt mit Fasson)
Jetzt hab ich immer ein paar Geschichten zu erzählen.

Langweiligkeit schafft so viele Möglichkeiten.

Dazu komme ich in Teil II der Abhandlung über meine eigene Langweiligkeit.
Heute habe ich keine Lust mehr zu schreiben, und außerdem muss ich noch eine Runde mit dem Rad drehen.
Gemütlich…
Die gleiche Runde wie immer…
….langweilig, aber schön.

Musik heilt alle Wunden

Musik heilt alle Wunden.
Musik reißt die Wunden erst auf.
Ich frage mich, wie kann ich Musik hören, die so verbrannt ist?
Die Musik kann ja nichts dafür.
Unser Song.
So ein Scheiß.
Die Momente, wo dieser Song spielte, sind so weit weg.
Verloren in der Zeit.
Verloren im nirgendwo.

Musik ist da und bleibt und wird immer sein.
Ich nehme die Platte und lege sie auf.
Moment der bleibt.
Mein Moment.
Musik heilt alle Wunden.

Manche Lieder sind mit manchen Menschen verbunden.
Die guten behalte ich.
Bei all den anderen hole ich mir die Musik zurück.

Nao hat ein Lied geschrieben, das mich gefunden hat, als ich mich entschied zu gehen.
Dieser Moment ist für immer und das Lied sowieso.
Ein Chanson.
Für mich das fröhlichste traurige Lied, was ich kenne.
Melancholisches Glück
Glückliche Melancholie

Naomi Greene – Mon Amie Prodigieuse

11 Minuten

elf minutenEine Ewigkeit in Gedanken
Hin und zurück und wieder
Ein Lachen, das berührt
Es umschwirrt mich auf dem Balkon
Ein Lied, das für immer ist


Manchmal möchte ich
Manchmal nicht
Manchmal
Heute ist Manchmal

Dann war die Sonne verschwunden

Denken, Fühlen, Sein

Denken
PingPong im Kopf
Leicht und schwer zugleich
Sie und Louise albern rum an diesem Morgen
Als hätten sie sich abgesprochen

Fühlen
Ambivalenz in Herz und Bauch
Leicht und schwer zugleich
Sie und Louise umarmen mich
Als wüssten sie, was ich brauche

Sein
Einfach da
Immer
Sie und Louise haken mich ein
Mal mehr, mal weniger

Wir schlendern durch den Tag

At home

at homeZu Hause
Ruhe kehrt ein
In meinen Gedanken
In meinem Kopf
Keine fremden Eindrücke, die mich verwirren und anstrengen
Worte, die nicht gehört werden wollen
Tage ohne Musik
Dennoch so laut

Musik ist jetzt da und Licht,
Farben und Melancholie,
Sehnsucht und Wärme,
Mein Herz und Stille

Ich liebe genau diesen Moment
Glück und ein kleiner Gedanke, Louise

Durch deine Augen

Manchmal, vor allem, wenn ich die Welt mit Louise betrachte, dann wünsche ich mir, dass ich alles nochmal ohne mein Alter sehen könnte.
Erleben.
Nein, es ist kein nostalgischer Rückblick.
Mir geht seit einiger Zeit die Sache mit den „jungen“ Gedanken nicht mehr aus dem Kopf.
Vielleicht meine ich auch ein „junges“ Erleben.
Bewusstheit.
Neugier.
Kennenlernen.

„Wann hast du das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht?“

Vor einigen Jahren mochte ich den Gedanken noch.
Heute hab ich gar kein Bedürfnis, nochmal irgendwas zum ersten Mal zu machen.
Das sind dann die alten Gedanken und die Frage: „Wozu?“

Dann sehe ich die Welt durch deine Augen und merke, dass es unbeschreiblich schön ist.
Freude.
Staunen.
Pure Emotion.
Glück.
Verlieben in die Welt.

Manchmal möchte ich das auch nochmal können.

Die letzte Rose

Die letzte RoseDie letzte Rose im Garten meiner Mutter
Vor genau einem Jahr war ich auch hier.
Kurz vorher hatte ich die Entscheidung getroffen, mal wieder zu gehen.
Für immer.
Neuanfang.
Wie immer.
Mal wieder.
Dieses Mal anders.
Endgültig.

Heute im Gespräch merke ich, dass es immer noch nicht zu Ende ist.
Das Weggehen ist zu Ende.
Das Ankommen ein Prozess.
Die Jahre in der fremden Ferne haben Spuren hinterlassen.
Manchmal merke ich das.
Heute.

Vor einem Jahr war die Rose schon da.
Ich hab sie nicht gesehen.

In diesem Jahr ist es anders.
Ich denke, es braucht noch ein wenig.
Es braucht wenig.
Wenig.

Nulllinie

nulllinieIch würde dich so gerne fragen, aber ich frage dich nicht.
Ich frage dich nicht, denn ich bin mir nicht sicher, was ich mit der Antwort mache.
Die Antwort könnte „Ja.“ sein.
Und dann?
Ich frage dich nicht, aber ich würde dich gerne fragen.

Ich hab dich angesehen.
Immer wieder.
Wieder.
Immer.
Augenblick.

Dann ist ein Tag wie heute und spüre, dass ich keine Energie habe.
Für mich stehe ich auf und mache das, was muss.
Es ist gut.
Die Momente mit Freude sind da.
Sie war heute erstaunlich ruhig.
Melancholie freier Tag.
Nulllinie

Nur die Musik schafft es.
Immer wieder.
Immer.
Wieder.
Alles.

Ich würde dich so gerne fragen.

Sanfter Tag

sanftIch hab vorhin ein Lächeln gesehen. Das hat mich selbst zum Lächeln gebracht.
Manchmal ist es ganz einfach.
Wenn es immer so einfach wäre.
Ich will gar nicht jammern, das war nur für den Flow.
Es ist so einfach.
Der Eismann erzählt mir, dass er keine Lust auf Herbst / Winter hat. Er hat dann nichts zu tun und so viel Zeit. Das gefällt ihm nicht.
Zeit spielt wohl für mich keine Rolle.
Nach einem Jahr zeitfrei ist Zeit genug da.
Genug Zeit.
Für alles und nichts.

Zeit einfach sein zu lassen, ist eine hohe Kunst.
Manchmal denke ich, ob das mal wieder anders wird?
Manchmal denke ich, dass das jetzt für immer so ist.
Manchmal denke ich: ‚Ich mag diese Tage, die so sanft vor sich hinplätschern.‘

…dann sitze ich auf dem Balkon, die Musik spielt, die Sonne hat sich hinter Aquarellwolkennebel zurückgezogen und es ist ein tolles Licht.

Sanft.

Sonntagsdialog

sonntagsdialogIch hab das Gefühl, sie ist schon vor mir wach.
Während ich noch vor mich hindrömel, legt sie sich auf mich.
Schwer.
„Wie soll ich aufstehen?“
„Oke.“

Das Licht hat einen leichten Hauch von Nebel in sich. Wie ein Blick durch eine Milchglasscheibe.
„Was soll das heute werden?“
„Weiß ich nicht. Ist das wichtig?“
„Nein.“

„Wieso bist du da?“
„Wo sollte ich sonst sein?“
„Was weiß ich denn.“
„Tu ich dir weh?“
„Nein. Ich spüre nur mein Herz so doll und in meinem Kopf ist eine Traurigkeit, die ich nicht erklären kann. Gleichzeitig höre ich diese Musik und spüre pures Glück.“
„Darum bin ich da.“

„Wie geht es jetzt weiter?“
„Sag du es mir. Ich bin ja einfach nur da.“
„Ja.“


Yehezkel Raz & Jakub Dubik – Nabi
Es ist eine Musik, die die Leichtigkeit des Schmetterlings mit der Tiefe meiner Melancholie vereint.
Mein Sonntag geht damit los.

Sinnfreie Worte

sinnfreiWorte finden, wenn ich keine suche?
Nicht einfach, einfach so.
Ich-Botschaften will ich schreiben.
Ich vermeide also man, man:n oder ma:n.
Die Rechtschreibprüfung spielt ohnehin verrückt.
Was ist das für eine Redewendung?
Was ist verrückt spielen?
Käptn Peng sagte einst:
„Ich bin nicht verrückt geworden, ich hab mich selbst verrückt.“
Stark.
Vor über 15 Jahren entdeckt.
Dann auf der Party im Gretchen ohne Gretchen, die kannte ich gar nicht.

Sinéad passt heute Abend.
Ich hab alle ihre Alben.
Ihre Dub-Versionen sind so wunderbar.
Ich hab sie 2012 gesehen.
Ich sollte ihr Buch zu Ende lesen.

Viele Worte ohne zu suchen.
Schreibübungen.
Sinnfrei.
Ich brauche auch keinen Sinn.

…und jeden Tag geht die Sonne ein wenig weiter Richtung Südwesten unter.

Wie es mir geht

Du hast mich gefragt, wie es mir geht.
Ich kann das nicht genau beantworten.

Es gibt Momente am Tag, da hat alles seine Leichtigkeit.
Es gibt Momente am Tag, da geniesse ich es, dass ich ohne Zeit leben kann.
Es gibt Momente am Tag, da halte ich die Schwere kaum aus.
Es gibt Momente am Tag, da rede ich mit meiner Melancholie.
Es gibt Momente am Tag, da rede ich mit Louise.
Es gibt Momente am Tag, da spüre ich pures Glück.
Es gibt Momente am Tag, da langweilt mich alles.
Es gibt Momente am Tag, da ist die Musik wie ein Stich ins Herz.
Es gibt Momente am Tag, da ist Musik so unfassbar schön.
Es gibt Momente am Tag, da spüre ich der Wärme der Farben.
Es gibt Momente am Tag, da ist Schwarz das Einzige, was ich aushalte.
Es gibt Momente am Tag, da rede ich mit mir selbst.
Es gibt Momente am Tag, da zwinkere ich mir zu.
Es gibt Momente am Tag, da ist der Tag nur ein Tag.

Du fragst mich, wie es mir geht?
Mir geht es so gut wie noch nie.
Mir geht es gut, weil es all diese Momente gibt.
Mir geht es gut, weil alle diese Momente meine Momente sind.

Ich war niemals Klassenbester

ersterImmer einer von den Guten, aber nie der Beste.
War das das Ziel?
Der Beste sein.
Nein.

Die Idee, ohne je eine Idee gehabt zu haben, war mit dem niedrigsten Aufwand das zu erreichen, was musste.

Das erreichen, was ging.

Ich hatte schon immer zu wenig Disziplin bei zu wenig Talent.
Mit viel üben wäre aus mir was geworden.
Was geworden.
Was geworden?

Was ich war, spielt heute kaum eine Rolle.
Vielleicht, dass ich so bin, wie ich bin.

Sonst sind es nur noch Geschichten.
Immer Geschichten.
Losgehen.
Ankommen.
Doch nicht.
Begegnungen.
Ausprobieren.
Liebe & keine Liebe.
Musik.
Noch mehr Musik.
Tanzen, grooven, smooven.
Freude und keine Freude.
Lust und Schmerz.
Trennung.
Neuanfang.
Losgehen.

Es ist Herbst, meine Melancholie hat sich mit Louise abgesprochen.
Es ist schön.
Leben leben.

Herbstanfang

Manchmal an diesen Tagen am Meer saßen wir stundenlang einfach so am Wasser.
Manchmal war die Sonne schon lange untergegangen.
Manchmal war die Sonne schon wieder aufgegangen.
Manchmal hast du dich angelehnt.
Manchmal hab ich dir Geschichten erzählt von Glück, Toleranz und Freiheit.
Manchmal hab ich dich einfach nur angesehen.
Manchmal hast du dann gelacht und dir deine Strähne aus dem Gesicht gemacht.
Manchmal hast du mich angesehen und mich gezeichnet.
Manchmal haben wir uns nur angesehen.
Manchmal war dann unendlich.

Manchmal möchte ich zurück zu diesen ersten Herbsttagen am Meer.

Heute ist wieder ein Herbstanfang.
Heute bin ich weit weg vom Meer.
Heute spüre ich die Wärme dieser Tage am Meer.

Manchmal ist das so, Louise.

Dumpfer Tag

dumpfer tagEin dumpfer Tag, grau, eingepackt in nur zwei Momente von Licht.
Wie vorbeigelaufen und nicht mitgenommen.
Das Gewicht heute morgen so schwer und gleichwohl war es zu stemmen.
Muss ja.
Muss nicht.
Ging dann irgendwann.

Tag ohne wirkliche Gedanken.
Wie ein Schleier, ein Dunst aus Politiktheater, Nullstimmung und ein wenig Vermissen.
Vermissen von Wärme.
Ich wäre liegengeblieben und hätte mich angeschmiegt.

Heimweh nach Zürich oder ist es inzwischen Fernweh?
Fernweh ist es nicht, ich hab keine Lust zu verreisen.
Der Weg ist zu weit.
Morgen scheint Sonne.
Sagt die App.

Streuselschneckengedanken

streuselschneckengedankenEin Tag in den ich nicht reinkomme. Schon das Aufstehen lässt mich spüren, dass es ein endloser Start wird. Kaffee, Balkon, Gedanken. Keine Ruhe, aber auch keine Unruhe.
Meine Motivation ist irgendwas zwischen „Los, komm!“ und „Ach, lass mal.“.

…und draußen ist es grau.
Ich mag das ja sehr.
Schon immer.
Und meine Melancholie sagt: „Komm, lass uns einfach auf dem Balkon sitzenbleiben.“

Gestern hallt nach. Faschistische Fratzen, die mir in kurzen Momenten sogar Angst machen. Viele Menschen für Vielfalt, was mir ein bisschen Hoffnung macht. Muttchen freundet sich mit meinen Freunden an und ist mittendrin. Das bringt mich zum Schmunzeln.

Ich bin mir immer bewusst, wie privilegiert ich bin.

Begegnungen mit Menschen von ganz früher und immer wieder erzählen. Meine Geschichte. Wie mich das langweilt. Alle wollen wissen, wie es mir geht, was ich jetzt mache, wo ich jetzt bin. Heute haben sie es schon wieder vergessen. Reene, ach ja der war auch da. Mir geht es ja nicht anders. Eine Nichtbegegnung und gleichwohl gesehen. Mein Gefühl sagt: Ich will keinen Kontakt zu diesen Menschen, die mir ungefragt ihre ganze Last auf die Schultern packen, ihre egoistischen Forderungen an mich stellen und sich nicht mal ansatzweise interessieren, wie es mir wohl geht und wie es mir wohl dabei geht.

Was ich merke, dass ich immer noch irgendwie in einer Rechtfertigung bin. Ich bin so frei und mache nichts (in Bezug auf Arbeit). Immer die Erklärung, was ich beruflich erreicht habe, und dass mein Herz mir aber gezeigt hat, dass es zu viel war. Und dass ich es mir leisten kann, macht mir fast ein schlechtes Gewissen. Warum? Ich hab doch nicht geklaut und meinen Preis bezahlt.

Aber gut, das mein Herz mir gezeigt hat… oder? Vielleicht war es gar nicht mein Herz. Vielleicht war es meine Seele. Vielleicht war es mein Ego. Vielleicht war es der Wunsch, wieder Reene zu sein. In Zürich hab ich mich fast verloren und in Zürich habe ich mich wieder gefunden oder auch wiedergefunden.

Was es ausmacht, wenn die Menschen mich mit dem Namen ansprechen, in dem ich von mir denke.

Heute ist ein Tag, in den ich nicht richtig reinkomme. Ich muss aber auch nicht. Ich muss nie wieder in die Tage reinkommen, wenn ich es nicht will oder kann.

Ich bin mir immer bewusst, wie privilegiert ich bin.

…und dann sitze ich am Schreibtisch, denke über einen Text „Tage in die ich nicht reinkomme“ nach, höre wundervolle Musik und nehme einen Schluck Kaffee.
Wie lecker.
Dann beiße ich in die Streuselschnecke des besten Bäckers der Stadt.
Wie lecker.

…und dann merke ich. Ich bin schon lange in diesem Tag. Er plätschert nur einfach so vor sich hin.

Mir wird es gelingen, so nach und nach… Streuselschneckengedanken

🎶 Driving slowly with Duygu

Abend ohne Ende

abend ohne endeKennst du die Abende, die nicht aufhören?
Auf einmal ist es nur dunkel. Ich habe es nicht bemerkt.
Die Musik groovt vor sich hin, Gedanken grooven mit.
Einfach, keine großen Fragen.
Ohrwurm hat mich gefunden.

Performance Review (FIM // Joyeria)

Im Kopf eine Geschichte, die mir schon auf dem Velo kam.

Wenn ich mit meiner Melancholie rede, dann kann ich doch meiner Sehnsucht auch einen Namen geben? Es wird mal wieder Zeit für eine kleine Geschichte. Notizen sind gemacht.
Emotion ist doll und da und die Melancholie sitzt auch hier.
Tief.
Gut, fast warm ums Herz.
Fast.

Ich war in Gedanken das erste Mal am Mittelmeer.
Das „W“ aus dem Reise-Scrabble liegt noch da, fällt mir dann immer ein.
1993 irgendwann.
Ein Sommer ohne Fragen.
Nur Glück, küssen und Karaoke.
Freiheit, Leichtigkeit und eine Liebe ohne Ansprüche.
Das ist meine Sehnsucht.

Heute Abend spüre ich mein Herz wieder so intensiv.

Zwei Farben

Ich mag die Ambivalenz der Zweifarbigkeit.
Während wir in „entweder oder“ denken, macht die Natur sich dazu keine Gedanken. Sie macht einfach ein „und“.
Es gibt kein nur schwarz oder weiss.
Es gibt kein nur rot oder gelb.
Es gibt kein nur gut oder böse.
Es gibt kein nur ja oder nein.

Es gibt alles.
Es gibt feine Abstufungen.
Es gibt Zwischentöne.
Es gibt Toleranzen.

Wenn mein Serotoninspiegel durch das Glück, was ich in manchem Momenten erlebe, hoch genug ist, dann sind die Farben so schön und das obwohl schwarz meine absolute Lieblingsfarbe ist…

Meistens braucht es noch Musik…

Blumenfreund

blumenfreundHeute war vielleicht der letzte schöne Tag dieses Sommers.
Vielleicht.
Aber das muss nicht so sein.

Wenn ich mit dem Fahrrad durch die Landschaft fahre, überkommt mich ab etwa Kilometer 25 dieses Gefühl, das dem Glück sehr nahe kommt.
Die Endorphine kicken richtig.
Und wenn dann auch noch die richtige Musik läuft.

Die Blume hat mich fasziniert.
Ich werde noch zum Blumenfreund. Seit Zürich fallen sie mir auf.
Farben.
Formen.
Gerüche.

Heute hab ich an einen Herbstmorgen gedacht. Ich kam vom Nachtdienst und stellte fest, dass die Bäume ihr Laub verlieren. Mir wurde klar, dass der Sommer vorbei war. Ich hatte den Sommer gar nicht bemerkt. Arbeiten und feiern, immer unterwegs.

Ich möchte nicht mehr, dass ich einen Sommer nicht bemerke.


…ums mit den Worten des Mandalorian zu sagen:

„Das ist der Weg.“

…und jetzt kommt der Herbst.

Erinnerungen

erinnerungenManchmal schleichst du dich in meine Gedanken
Ganz leise
Sanft, fast zerbrechlich
So, wie du in meinen Erinnerungen bist
Erinnerungen
Verblassen
Im Traum wird es nochmal Realität
Deine Emotionen
Frei von allem
Du warst immer in ihnen
Kleiner Mensch
Manchmal vermisse ich unsere Momente
So ehrlich
So intensiv
Manchmal einfach still
Sie werden nie wieder kommen

Heute Morgen kann ich dich fast lachen hören…

(…für Paula)

Nachhall

Nicht ganz hell, aber auch nicht dunkel
Die Zeit, wie ein Lied von „Element of Crime“
Traurigkeit ist keine Melancholie
Ein Gespräch, das nachhallt oder nachklingt
Eigentlich schwer und traurig
Intensiv und verletzlich
Begegnung
Empathie
Fingerspitzenberührungen in Gedanken

„Wenn die Wolken kommen,
könnte es regnen oder dunkel werden.“

Das könnte ein Titel von „Element of Crime“ sein

Fahrtwind

Sich spüren
Im Körper
In der Musik
Im Wind
Leben leben
Ohne Zeit

Gedanken denken
Fragen fragen
Antworten gibt es
Nicht immer

Schleichwege

Immer dieselben zwei
Heute der eine,
morgen der andere
Stundenlang in Gedanken versunken
Manchmal so intensiv

Und doch bleibt mein Blick offen
Der andere Blick auf dasselbe

Der Kopf

kopfGeht nicht aus
Nicht mal ein wenig
Rechts links oben unten
Kreuz und quer
Mehr
Meer
Von
Emotionen

Tief
Hoch
Stürmisch
Gelangweilt
Zeitfrage
Fragezeit
Frage die Zeit, ob sie innehält
Sie verweist auf das Formular 0815
Stillstandsantragsformular

Nun gut
Alles ist gut
Der Kopf
Kann
An bleiben
Dranbleiben
Es bleiben lassen
Es liegt an mir

So

(K)alter Kaffee

Auf dem Schreibtisch steht noch kalter Kaffee. Das war früher immer so. Irgendwie. Neben dem Aschenbecher.

Ich mag nach einer Woche den Geschmack von meinem neuen Kaffee, der ja bis 2016 mein alter Kaffee war. Allerdings ist er wieder völlig neu. Keine Erinnerung an vor 10 Jahren.
Wieder ein Stück Schweiz verschwunden.
Nur Kaffee.
Kalter Kaffee.
Der alte sowieso.

Manchmal träume ich, dass ich mir, obwohl ich nicht rauche, eine Schachtel „Prince“ kaufe und es im Griff habe, nur dann und wann zu rauchen.
Wenn es nicht so schädlich wäre.
Wenn man:n wüsste, ob es was ausmacht.
Nur die Balkonrauchzeit ist demnächst vorbei.
Den Geruch möchte ich nicht mehr in der Wohnung haben.
Letztens hab ich an der Tanke mal nach „Prince“ geschaut. Ich hab keine gesehen.
Das ist dann wohl auch ein Zeichen.

Die Prince-Lampe aus Bremen hätte ich trotzdem gerne noch.
Irgendwas bleibt ja immer verloren bei jedem Neuanfang.
Wobei das ja schon der Vorvorletze war.
Neuanfang
Ist auch ein Album von Clueso
2016, da passte es.
Könnte ich mal wieder hören.
Heute Abend nicht.
Passt nicht.

Gerade hab ich ein Album entdeckt, was mir richtig gut gefällt.

Linda Smith – Till Another Time: 1988-1996

Das mag ich und das passt…

Drum’n’Bass

Drum’n’Bass ist keine Musik zum Schreiben
Tanzmusik
Bukem spielt SADE
Spielte
Der Mix ist von 23
Auch schon wieder vorgestern
96 im F-Haus
Halb 3 kam LTJ Bukem
Ich weiß es noch
Tanzen
Tanzen
Tanzen
Lange her und gestern
Manches braucht nur 2 Takte
Dann schlägt das Herz im selben
Gut oder schlecht
Ist nicht die Frage
Die Melancholie sagt:
„Du kannst auch mit Tränen tanzen.“

„Tanz, alter Mann, tanz!“

LTJ Bukem – Glastonbury 2023

Herzzeit

herzzeitDer Herbst kommt.
Ich wollte eigentlich zeichnen (üben) und bin dann einfach auf meinem Balkon sitzen geblieben.
Jetzt geht das.
Heute sowieso, da keine Sonne ist.
Warm ist es gleichwohl.
„Gleichwohl“ gehört auch zu den Worten, die ich sehr mag.

Es hat noch nie gefunzt ohne Deadlines.
Was passiert aber, wenn es keine mehr gibt?
Klappt dann nichts mehr?
Da kommt dann die Frage: Was soll denn noch klappen?


Manchmal ertappe ich mich, dass ich ein bisschen ein schlechtes Gewissen habe, wenn ich Zeit einfach so verrinnen lasse.
Diese kostbare Zeit.
Unwiederbringlich.

Dann stellt sich wieder Fragen:
Wann ist denn Zeit gut genutzt?
Welche Qualität muss sie haben?
Was soll/ muss das Ergebnis sein?

…und dann merke ich, dass es mir wumpe ist.
Meine Zeit ist meine Zeit.
Sie hat genau einen bestimmten Zeitpunkt: 08:15 Uhr Herzmedikamentenzeit.
Herzzeit!

Wenn ich so darüber nachdenke, der Tag, egal wie schlecht die Nacht war, beginnt immer mit Herzzeit.
Danach kann die Zeit machen, was sie will mit mir oder ich mit ihr.

Wenn das mal nichts ist…

Null

nullmomenteEs gibt Momente, die einfach so sind, wie sie sind.
Nichts Aufregendes.
Einfach so.

Aber wenn ich merke, dass nichts diesen Moment stört, dann wird er zu einem besonderen Moment.
Ich habe alles gesehen.
Jetzt braucht es das nicht mehr.
Balkonphilosophie.

Heute Morgen denke ich mal wieder über Zeit nach.
Vergangene
Zukünftige

Ich lebe jetzt etwa 501.825 Stunden und manchmal frage ich mich, wie viele kommen noch dazu?
Leben müssen.
Wollen.
Es ist mir egal.

Es gibt Momente, die einfach so sind, wie sie sind.

There is no time.

life is an illusion
feeling is an echo
longing is a reflection
today is the blink of an eye
tomorrow is invisible
yesterday is a Soundtrack
you are forever

there is no time.

Das ist vom Januar und trifft es gerade so sehr.

Es gibt diese Tage, die fangen traumbedingt viel zu früh an. Wut im Traum ist am Ende Wut im Körper. Das hat sich eine Weile durch meinen Morgen gezogen. Erst der Gang am Wasser, hat mich wieder zurückgebracht.
Familie ist auch etwas, was du dir nicht aussuchen kannst.
Zur Wahl sag ich jetzt nichts. Faschisten sind keine Alternative.

Dann ist aber immer Musik.

https://yehezkelraz.bandcamp.com/track/there-is-no-time

5 Uhr 45

5uhr45Aufschrecken
Ich will keine Diskussion mit Napoleon
Nicht mal im Traum
Cortisolspitze
Puls bei 180
Das geht so nicht
Aufspringen
Fuss stossen
Aufschrei
Wut

Wie tief ist das noch?

Morgenroutine
Pissen
Kaffee kochen
Auf dem Balkon stehen und dem Tag beim Werden zusehen
Das sanfte Rosaband der Wolken beruhigt
Irgendwie

06:15 Der Sonntag beginnt jetzt.

Unentschieden

unentschiedenTage, die sich nicht entscheiden können.
Wir beide sitzen beim Kaffee.
Es ist nicht Fisch nicht Fleisch.
Müsste man:n nicht langsam eine andere Metapher finden?
Oke.
Es ist nicht Apfel noch Birne.
Es beginnt ja fast der Herbst.

Sie sagt nichts, gar nichts.
Sie legt einfach nur ihre Hand auf meine Schultern.
Schwer.

„Eyes Without a Face“ (Billy Idol cover) von Lotte Kestner
Hebt sicher nicht die Stimmung.
Eine schöne Interpretation ist es allemal.
„Allemal“ gehört zu meinen Lieblingswörtern.
„Gleichwohl“
Das mag ich auch sehr.

„You’re all I need
I’m in the middle of your Picture“

Ann-Lynne interpretiert Radiohead

…und wieder so ein Gedanke: Wenn ich mir das Lied für mich selbst vorsinge…

„Du musst dich nicht entscheiden. Heute nicht.“
„Der Kaffee ist alle und das Album zu Ende.“
„Das ist doch wie ein Startsignal.“
„Ja.“
„Na dann.“
„Na dann.“

Spätsommer

Langsam schleicht sich der Herbst an. Er ist noch nicht ganz da und das Licht an manchen Spätsommertagen ist fantastisch. Diese Tage, die kürzer werden. Diese Tage, die gefühlt, so andere Farben haben. Diese Tage, an denen Sonnenaufgänge fast nicht mehr vor dem Aufwachen sind.

Gestern Abend habe ich in einer Talkshow mal wieder diese unsägliche Phrase gehört, dass man sein Leben nur so intensiv genießen und bewusst erleben kann, wenn man mal mit dem Tod konfrontiert war. Ich hab das Ende der 90er auf der Krebsstation schon fraglich gefunden und mit Annelie Keil diskutiert.

Was mich daran so nervt sind zwei Dinge.
Das eine, dass es nur ein wirkliches Leben ist, wenn es mit spektakulären Sachen wie Weltreisen, Extremsport oder sonst was gefüllt ist.
Das andere, dass man so einen Aufhänger braucht, um endlich das zu machen, wovon andere nur träumen.

Vielleicht ist es wichtig, dass man:n sich immer mal wieder die Frage stellt: „Was will ich oder was wollte ich und bin ich noch auf dem Weg?“ Die Frage geht allerdings auch ohne existenzielle Krise. Vielleicht ist es nach solchen Krisen so, dass man:n weiß, dass nicht unendlich Zeit ist. Das ist aber auch die einzige Erkenntnis, die Nutzen hat. Diese könnte man:n aber auch ohne Krise haben.

Die Sache mit dem „wirklichen“ Leben ist dann auch so eine Sache. Ich finde es ehrlich toll, wenn Menschen so aufregende Dinge tun. Ich mochte das ja auch, als ich aus dem Flugzeug gesprungen bin.
Ob ich das nochmal machen würde? Jederzeit. Nicht, weil das dann das „wirkliche“ Leben ist. Nein, der Adrenalinflash kickt einfach. Wenn ich ein tolles Musikalbum höre, habe ich allerdings länger Freude. Darum kauf ich mir lieber Musik.

Wirkliches Leben stellt doch immer die Sinnfrage oder?
Was aber, wenn es gar keinen Sinn hat?

Na ja, Samstag abends muss man diese Frage auch nicht unbedingt beantworten.
Der Herbst kommt, ob mein Leben einen Sinn hat oder nicht, ist ihm egal.

Regentag

regentagIch habe heute schon in den Pfützen getanzt.
„Natur“, sagte die Frau in der Bäckerei.
„Ja!“
Dem Regen zuzusehen, schenkt mir so eine wunderbare Klarheit.
Die Sonne hat es versucht.
Angus und Julia haben ein neues Album herausgebracht.
Ich habe Kaffee und Musik.


Balkongedanken.

Fragst du dich manchmal, was du vermisst?
Ich habe einmal gelesen, dass das Vermissen von etwas die Illusion ist, dass es (wieder)kommen wird.
Dann ist doch die eigentliche Frage, was soll kommen?
Soll etwas kommen?
Warum?


…oder wer?

Nichts

Da wurde ich vorhin tatsächlich schon wieder gefragt, was ich denn so den ganzen Tag mache.

Ich antworte: „Das ist ein Frage, die dir warum einfällt?“
„Es interessiert mich?“
„Warum interessiert es dich?“
„Einfach so.“
„Einfach so?“
„Einfach so.“
„Oke, ich mach nichts weiter.“
„Nichts weiter?“
„Ja, nichts weiter.“


…


„…und das macht Spaß?“


„Ja. Mein Nichts weiter war durch den Regen tanzen, Musik hören, Grün sehen im Grau, angelacht werden, Frühstücken, Grafikspielereien, nachdenken und nichts denken.

…und alles ohne Zeit.“

„Toll“
„Merci“

Melancholie – Part II

melancholie_p2Melancholie ist der Mantel, der mich einhüllt. Seit Jahren. Seit all den Jahren. Ich kann mich nicht erinnern, wie es ohne sie war. Sie trägt in ihrer nachdenklichen Wärme mein Glück und manchmal meine Traurigkeit.

Morgens ist sie da und wir sind im Gespräch. Manchmal gehen wir auch schweigend durch den Tag. Manchmal klammert sie schon am Morgen und ich brauche ewig, bis ich überhaupt anfangen kann den Tag zu leben. Seit ich das weiß, liege ich nicht mehr lange im Bett morgens. Ich stehe recht schnell auf, wenn ich wach bin. Manchmal bin ich dann noch nicht mal ausgeschlafen. Aber brauchst du es, dass dir schon am Morgen eine Eishand dein Herz zusammenquetscht? Ich nicht.

Das Sitzen an der Bettkante, Fenster öffnen, Kaffee machen und dann auf dem Balkon stehen und die Ruhe, die dabei ist, das sind die Momente meines Morgens. Sie kommt dann schon irgendwann hinterher.

Als ich noch gearbeitet habe, hab ich morgens heiß geduscht. Ganz viel früher auch noch viel geraucht zum Kaffee. Anders ging es nicht. Manchmal bin ich dann in den Sonnenaufgang am Zürisee gefahren mit dem Velo und wusste, heute bin ich schneller. Manchmal auch nicht. Manchmal lag es an der Musik, die ich hörte. Dann bin ich langsamer gefahren. Sie war sowieso schon da.

Heute Morgen stehe ich auf dem Balkon und es ist um 08:00 Uhr noch grau. Es ist nicht mehr dunkel, aber Licht kommt irgendwie auch nicht durch. Es regnet.

Perfektes Wetter, um mit ihr eine Diskussion zu führen.
Sie ist nicht da.
Mucksmäuschenstill.

Mein Kaffee schmeckt hervorragend.
Also kann ich doch auch mit meiner Freude diesen Moment teilen.
Let’s go…

Sonnenblumenkitsch

sonnenblumenkitschIch mag das Bild in Schwarz/Weiß. So kann ich mir einreden, es hat etwas künstlerisches.
Wobei? Stopp mal. Ich muss mir gar nichts einreden, weil ich mich ja nicht rechtfertigen muss.Für nichts.
Vielleicht ist es einfach so in uns oder besser in mir, dass es irgendwie immer eine Bedeutung haben muss. Alles.

Sozialisation und Jahre im Hamsterrad.
Das widerspricht doch aber meiner Idee.
Also loslassen.
Wirklich ankommen.

Vielleicht die Gedanken zu Zeit, Glück, Liebe und Freiheit mal zu Ende denken und in einem Essey aufschreiben.
Die Idee mit den Briefen an mich selbst finde ich toll. Auf dem schönen Briefpapier.

Ich mag den Sonnenblumenkitsch, denn Drama, Schmerz und Scheiße kommt sowieso.

Also: Zeit, Glück, Liebe und Freiheit – Ein Essey
Ich gebe mir eine Woche…

Heute auf dem Rad gab es diesen Moment.
Diesen wirklichen Moment im Jetzt und Hier.
Ich hab laut mitgesungen und gleichzeitig mit dem Wind diskutiert.
Meine Melancholie saß auf dem Gepäckträger und hat sich einfach nur gefreut.

„Es wird, Reene“

Vielleicht Glück

Vielleicht ist Glück gar nicht das Ziel.
Vielleicht ist Glück gar nicht das, um das es geht.
Es ist so flüchtig das Glück und dann, was bleibt dann? Im besten Fall nichts.
Manchmal Unglück und manchmal eine totale Leere.
Manchmal ist nicht steigerbar. Als wenn ich das nicht wüsste.
Es kostet Kraft nach dem Glück.
Es kostet Kraft vor dem Glück.
Selbst Glück kostet Kraft.
Ich will das nicht mehr.
Ich will nichts mehr, was Kraft kostet.

Vielleicht will ich nochmal so einen Moment nach dem Selah Sue Konzert. Nur nichts mehr danach.

Dann sitze ich hier und da und merke, dass ich es auch nicht mehr muss.
Das ist dann das Schöne am Alter.
Ich muss nichts mehr.
Kompromisse?
Fickt euch!

Das vegetative Nervensystem regelt das, auf was ich nicht verzichten kann.

Ansonsten schau ich einfach, ob ich die zweite Karte für Fontaines D.C verschenke oder verkaufe. Wenn ich überhaupt morgen früh eine bekomme.

Freude, Ruhe, Musik und Zeit darum geht es.
Das ist mein Glück ohne Anstrengung.
Es geht am Ende wohl doch wieder um Glück.

Nun dann…

An manchen Tagen

An manchen Tagen ist es, als war es gestern
An manchen Tagen ist es ein anderes Leben
An manchen Tagen ist es niemals
An manchen Tagen ist es alles
An manchen Tagen ist es nichts
An manchen Tagen reißt es mir das Herz raus
An manchen Tagen kann ich mich nicht mal erinnern
An manchen Tagen vermisse ich die Tage
An manchen Tagen

Heute ist nicht mancher Tag

Anfang und Ende

anfang-endeDas Bild ist schon ein paar Tage alt.
Vergangenheit
Nie wieder wird es diesen Ausblick so geben.
Wolken sind wie Fingerabdrücke
Einmalig

Ich mag diese Schwarzweiß-Version sehr.
Die Grenzen sind fließend
Übergänge

Wo beginnt dein Anfang?
Wo endet dein Ende?

Der Anfang ist das Ende
Das Ende ist der Anfang

Balkonphilosophie

Heute hat meine Melancholie noch nichts gesagt. Ich spüre sie nur.

Seelenmensch

Verbundenheit ohne Begegnung
Faszination
Vielleicht ist das auch nur eine Illusion
Gewachsen aus der eigenen Sehnsucht

Ich wiederhole meinen Gedanken

Jemanden vermissen, kann bedeuten, sich selbst zu vermissen.

Es wurde irgendwie hell.
Die Sonne ging aber nicht auf.
Vielleicht ist 5:30 Uhr morgens auch einfach zu früh.

Ich finde nicht mal Musik für jetzt.

…und dann betrachte ich deine Bilder und alles ist gut.
Manchmal braucht es keine Musik.

Pictures of you

Immer wenn ich deine Welt betrete.
Faszination.
Schönheit.
Melancholie.

Manchmal möchte ich mich durch deine Augen sehen.
Manchmal möchte ich, dass du mich fotografierst, wenn ich dich ansehe.
Manchmal halte ich es fast nicht aus, deine Schönheit zu fühlen.

Dann möchte ich, dass du ein Bild von mir machst.
Dein Blick von meinem Blick auf dich.

Es gab vor langer Zeit mal ein Bild.
Voller Liebe und Glück.
Ich kann mich nicht erinnern.

„There is no time“
Ein Mixtape
Eine Stunde zwanzig Minuten
Der letzte Song „Pictures of you“

https://3×7.de/there-is-no-time-the-mix

Mike D – Thank you

Natürlich kaufte ich mir das Album „Thank you“ von Mike D. Ich bin Beastie Boys Fan.

Kurz hab ich gedacht, als „Switch up“ die Runde machte:
‚Will ich das? Will ich ⅓ Beastie Boys?‘

Nein, nein, nein…

„Switch up“ war aber schon ein so cooler Song und das Album lieber Mike D nimmt mich mit.
In deine Reise…
In deine Fragen…
In deine Sicht auf die Welt…

Ich danke dir dafür.
Ich danke dir für die Musik.
Ich danke dafür, dass du zeigst, was es heißt ein Beastie Boy zu sein und immer zu bleiben.
Ich danke dir dafür, dass du ein „Mike D Album“ gemacht hast.
Ich danke dir dafür, dass du mit diesem Album uns alte Jungs zum Tanzen bringst.
(…und dass du deine Jungs mitspielen lässt. Dafür lieb ich dich als Vater.)

Ich hab in den letzten Tagen viel über jung sein und bleiben nachgedacht. Immer wieder merke ich, dass das irgendwie eine Illusion ist.
Jetzt kommst du mit diesem Album und zeigst (mir), dass das gar nicht die Frage ist, die wir uns stellen müssen…

Solltest du eine Tour machen, sehen wir uns an der Bühne…
Alte (Beastie) Boys, die es können…

Ich wollte kein ⅓ Beastie Boys Album.
Ich bin froh, dass ich dein Album habe.

Mike D – „Thank You“ (2026)

Neustart

„Nachdem du mir alles kaputt gemacht hast, fange ich neu an“
Das habe ich auf meinen Block gekritzelt, als ich mit dem Gedanken spielte, doch wieder einen Blog zu machen.
Ist das so?
Also das Kaputte?
Kann ich den Zustand meiner Welt auf irgendwen anderen projizieren?
Nein. Die Entscheidungen habe ich ja selbst getroffen.

Es sind so Gedankenwelten. Immer seit einiger Zeit.
20 Jahre geschlafen,
20 Jahre verschwendet,
20 Jahre nicht ich gewesen.

Dann komme ich natürlich zu der Frage: Wer bin ich denn?
Die Antwort ist für Außenstehende eigentlich unwichtig. Denn für sie ist es ja nur wichtig, wie bin ich im Umgang mit ihnen.
Ich gebe mein bestes.
Nach den Fehlern der letzten Jahre, möchte ich dieses Mal alles richtig machen.
Was auch immer das heißt.

…und weißt du, was das für mich heißt?

Ich werde nie wieder nicht ich sein.
Ich werde mich nie wieder rechtfertigen.
Ich werde mich nie wieder klein machen.
Ich werde mich nie wieder einengen.

Vielleicht, sicher ist das egoistisch.
Aber weißt du, angerufen habe immer ich.

Tori Amos hat „Lovesong“ von The Cure gecovert.
Ich mag das sehr.

Whenever I′m alone with you
You make me feel like I am clean again
Ever I’m alone with you
You make me feel I am free again

Ich weiß, ich habe zu viel Zeit, meine Gedanken um mich kreisen zu lassen.

Abendrot

Am Abend nimmt sich das Rot seinen Raum…
Dann kam das Gewitter und holt sich seinen Moment…

Heute habe ich mit meiner Melancholie, meiner Sehnsucht und meiner Hoffnung „Mensch ärger dich nicht“ gespielt.
Ich verrat nicht, wer gewonnen hat.

Dann musste ich nach draußen gehen und habe mir The Smiths angehört.
Erinnerungen an Momente aus den Jahren 1987/88.
Ich habe zwei Fotos von Jean.
Schwarz-Weiß-Bilder.
Manchmal spüre ich sein Lachen.
Manchmal sehe ich uns mitten in der Nacht diese lange, endlose Straße entlang nach Hause gehen.

Was kostet die Welt?

Bereust du es manchmal, dass du diesen einen Menschen nie wieder sehen wirst?

… und da ist er wieder der Gedanke an andere Realitäten, Zeitreisen und „Was-wäre-wenns“.

Meine Melancholie setzt sich auf mein Sofa und sagt: „Lass mich dir ein Lied vorspielen. Es ist sehr schön.“

Lotte Kestner covert Lana del Rey’s „Born to Die“
Herzschmerz und Anmut.

Jahrestag der Freiheit

jahrestag Wow, das klingt ja ganz schön dramatisch.
Das Licht hat sich heute Morgen verändert.
Das Bild ist wie gemalt.

Blick vom Balkon und ein kleiner Dialog.

„Wohin führt das?“
„Was ist das denn für eine Frage?“
„Die Frage, die dir jede:r stellt.“
„Aber das geht niemanden etwas an.“

Vor genau einem Jahr habe ich aufgehört zu arbeiten.
Ein einjähriges Sabbatjahr bis jetzt.
Was ich nicht getan habe: Weltreise
Was ich getan habe: In meine eigene Welt reisen und dort ankommen.
Es geht weiter.

… und dann gibt es zwei Fragen, die mir viele Leute stellen:

  1. Was machst du den ganzen Tag, wenn du nicht arbeitest?
  2. Wann fängst du wieder an zu arbeiten?

Meine Antworten sind ganz einfach:

  1. Alles
  2. Keine Ahnung und warum sollte ich mir überhaupt Gedanken darüber machen?

Sonnenaufgang

Bist du wach?
Ja und nein.
Wollen wir aufstehen?
Nein.
Ach, komm schon
Siehst du das Licht?

Lass uns in den Sonnenaufgang gehen.
Schlendern.
Okay.

Erinnerst du dich?
Bitte nicht heute Morgen.

Abendwolken

Manchmal kommen abends die Wolken.
Heute haben sie sich eingeschlichen.
Es ist der Gedanke an dieses andere Universum.
Ein anderer Zeitstrahl.
In dem gibt es das eine Gefühl.

Vielleicht sollte ich Loki anrufen und sagen:
„Ich wäre dann soweit.“

Es wäre aber eine komplizierte Prozedur.
Zeit zurückdrehen.
Meine Zeit viel langsamer machen, damit ich jünger wäre.
In deiner Zeit ankommen.
Dann wäre ich aber 1989 erst drei oder vier Jahre alt.
Das Risiko, dass ich dann in meiner Jugend Drogen nehme, wäre gross.
So wie ich in meiner letzten Jugend drauf war.

…und dann würden wir uns auch nicht begegnen.

Wie man es dreht und wendet…
Wir begegnen uns nicht.
Nicht hier.
Nicht dort.
In keiner anderen Zeit.
Niemals.

#020202

Ambivalenztag

Heute ist wieder ein Ambivalenztag.
Manchmal denke ich, dass ich lieber Krebs geworden wäre.
Vom Sternzeichen natürlich, nicht für das Wasser.
Als Zwilling ist man ja immer.

Schwarz & weiß
Heiß & kalt
Hell & dunkel
Himmelhochjauchzend & zu Tode betrübt

Glückliche Melancholie
Melancholisches Glück

Manchmal ist das so intensiv
Kurz bevor ich verrückt werde oder verrückter
Atme ein – atme aus
Alin Coen hat ein wunderbares Lied für genau diesen Moment gemacht.

Dann stehe ich auf meinem Balkon

Atme ein – atme aus

Vielleicht gehe ich doch nochmal zum Konzert
Das Poster habe ich ja schon hier.

Lovesong

„Lovesong“ von The Cure ist für mich eines der intensivsten Liebeslieder überhaupt. Es gibt Geschichten, wann und für wen Robert Smith ihn geschrieben hat. Der Song ist so intensiv und so stark und musikalisch ein Meisterwerk.

Kunst
Melancholie
Sehnsucht
Ein Stich ins Herz

Manchmal singe ich diesen Song
Heute
Grauer Sonntag und Regen
Ganz leise
Für mich

„Ever I’m alone with you
You make me feel like I am whole again“

Hast du mal darüber nachgedacht, dass der Song gar nicht für jemand anderen ist?
Was ist, wenn du ihn nur für dich singst?

Veröffentlicht unter Musik

Pastellmorgen

Wach
Nicht wach genug
Flüchtiger Moment
Pastellfarben verschwinden
So schnell, wie sie kamen
Neuer Tag, neues Glück

„Was aber, wenn Glück gar nicht das Ziel ist.“
…und sie formuliert es nicht als Frage.

Dienstag wie Sonntag

Abendhimmel Es ist eben mein Motiv.
Immer dasselbe.
Immer anders.
Nie das Gleiche.
Mal von hier.
Mal von da.
Demnächst wird die Sonne zwischen den beiden Kirchen untergehen.
Das dauert nicht mehr lange.

Dann ist dieser Sommer vorbei.
Bis dahin mache ich das daraus, was mir morgens einfällt.

Heute Abend gibt es nochmal meinen derzeitigen Lieblingsmix.

mimikri | Seebühne Closing | Liveset | Fusion Festival 2026

…wenn der Sommer geht.

Ich hatte für nichts Zeit.
Arbeiten, essen, schlafen … arbeiten, essen, schlafen …
Ich bin fett und träge geworden.
Krank, gestresst, unglücklich.
Es gibt keinen Vorwurf an irgendwen.
Ich hab mich selbst dahin gebracht.

Das Herz regelt das.

Jetzt gönne ich mir den Luxus, nichts mehr zu tun, was mich krank macht.
Auszeit.

Keine Strategie
Keine Jahresziele
Keine Jahresabschlüsse
Kein Beginn eines Bildungsganges
Kein Treffen mit Napoleon
Keine Diskussionen um Geld

… Ich kann aus dem Fenster schauen und sehen, dass die Apfelsaison beginnt.

Pin

Kennst du die Menschen, die du oben angepinnt hast.
Im Vermissen.
Sehnsuchtsmenschen.
Manchmal sind sie so weit entfernt.
Manchmal wissen sie das gar nicht.
Manchmal ist es ihnen egal.
Manchmal sind sie für immer weg.
Sie machen dich immer unfrei.
Manchmal musst du den Pin lösen.
Dann ist Platz im Herzen.
Für die Menschen, die mit dir sind.

Herzensmenschen.

Musik im Moor

Ich möchte Poesie schreiben, weil ich dich gesehen habe
Augenblicke für einen Augenblick
Moment für eine Ewigkeit
In meine Galerie gepinnt
Der Gefühle
Die Gefühle spielen ein wenig verrückt
Meine Melancholie hat sich mit meiner Sehnsucht verabredet

Dann gehe ich zum Moor und lass mir den Wind um die Nase wehen
Ich will keine Sehnsucht
Meine Melancholie versteht das

Also reden wir über Musik
Musik im Moor
Könnte ein Titel für eine Partyreihe werden.

Wortspieler

Kopfkino
Wortspieler
Kein Dichter
Denker
Nachdenker
Nachher
Braucht immer ein jetzt!
Jetzt hat ein vorher?
Nicht immer
Für immer

Was heißt das schon?

Du kennst das Ende nicht.
Nie!
Matrix war zu Ende.
Zwei und drei waren überflüssig.
Vier stand für sich allein

Blumen aus Licht in der Galerie zu Hause
lichtbild lichtbild

Umgekehrte Zeit

Es gab mal eine Zeit
Ich war fast nur nachts wach
Umgekehrte Zeit
Es war schön
Es war verrückt
Es war so tief melancholisch

Gedanken über dies und das
Texte
Ein Text über meine erste Liebe
Ein Text über Suizid
Ein Text über keine Liebe
Chaos im Kopf

Heute Nacht konnte ich nicht schlafen, da hab ich mich auf meinen Balkon gesetzt.
Augustnacht.
Ich mag das, nachts wach zu sein.
Wenn du nachts wach bist, siehst du den Tag nicht.
Inzwischen mag ich es auch am Tag wach zu sein.

„Verlieben“ ein Poem
„Maiglöckchen“ eine Geschichte über die Liebe meiner Großeltern
„Schmetterling“ oder deine Welt ist so anders
Das sind Geschichten, die ich vielleicht nochmal schreiben würde.

Was wäre, wenn deine Welt am Morgen nicht mehr so wäre wie gestern Abend?

Keine Wolken sind gut für die Seele.
Keine Wolken sind aber so langweilig für den Fotografen.

Was ist dir wichtig?