Erinnerungen

Manchmal schleichst du dich in meine Gedanken
Ganz leise
Sanft, fast zerbrechlich
So, wie du in meinen Erinnerungen bist
Erinnerungen
Verblassen
Im Traum wird es nochmal Realität
Deine Emotionen
Frei von allem
Du warst immer in ihnen
Kleiner Mensch
Manchmal vermisse ich unsere Momente
So ehrlich
So intensiv
Manchmal einfach still
Sie werden nie wieder kommen

Heute Morgen kann ich dich fast lachen hören…

Ich bin gegangen

Hervorgehoben

Ich bin gegangen.
Ich bin nicht gut gegangen und nicht im Guten.
Es ging nicht gut. Dir nicht und mir und bei allem.
Darum.
Ich bin gegangen.
Still und ohne mich umzublicken.
Zu spät.
Ich war kaputt, als ich ging.
Es hatte für mich keine andere Möglichkeit.
Es gibt keine Entschuldigung. Nicht dafür und für sonst auch nichts. Wer würde sie annehmen wollen? Manchmal wollte ich um Verzeihung bitten. Dann hab ich nachgedacht und es gab nichts, was hätte verziehen werden können.

Ich bin gegangen.
Weit weg.
Mein Weg.
Richtig.
Ich gehe ohne Eile.

5 Uhr 45

5uhr45Aufschrecken
Ich will keine Diskussion mit Napoleon
Nicht mal im Traum
Cortisolspitze
Puls bei 180
Das geht so nicht
Aufspringen
Fuss stossen
Aufschrei
Wut

Wie tief ist das noch?

Morgenroutine
Pissen
Kaffee kochen
Auf dem Balkon stehen und dem Tag beim Werden zusehen
Das sanfte Rosaband der Wolken beruhigt
Irgendwie

06:15 Der Sonntag beginnt jetzt.

Abendwolken

Manchmal kommen abends die Wolken.
Heute haben sie sich eingeschlichen.
Es ist der Gedanke an dieses andere Universum.
Ein anderer Zeitstrahl.
In dem gibt es das eine Gefühl.

Vielleicht sollte ich Loki anrufen und sagen:
„Ich wäre dann soweit.“

Es wäre aber eine komplizierte Prozedur.
Zeit zurückdrehen.
Meine Zeit viel langsamer machen, damit ich jünger wäre.
In deiner Zeit ankommen.
Dann wäre ich aber 1989 erst drei oder vier Jahre alt.
Das Risiko, dass ich dann in meiner Jugend Drogen nehme, wäre gross.
So wie ich in meiner letzten Jugend drauf war.

…und dann würden wir uns auch nicht begegnen.

Wie man es dreht und wendet…
Wir begegnen uns nicht.
Nicht hier.
Nicht dort.
In keiner anderen Zeit.
Niemals.

Umgekehrte Zeit

Es gab mal eine Zeit
Ich war fast nur nachts wach
Umgekehrte Zeit
Es war schön
Es war verrückt
Es war so tief melancholisch

Gedanken über dies und das
Texte
Ein Text über meine erste Liebe
Ein Text über Suizid
Ein Text über keine Liebe
Chaos im Kopf

Heute Nacht konnte ich nicht schlafen, da hab ich mich auf meinen Balkon gesetzt.
Augustnacht.
Ich mag das, nachts wach zu sein.
Wenn du nachts wach bist, siehst du den Tag nicht.
Inzwischen mag ich es auch am Tag wach zu sein.

„Verlieben“ ein Poem
„Maiglöckchen“ eine Geschichte über die Liebe meiner Großeltern
„Schmetterling“ oder deine Welt ist so anders
Das sind Geschichten, die ich vielleicht nochmal schreiben würde.

Was wäre, wenn deine Welt am Morgen nicht mehr so wäre wie gestern Abend?

Keine Wolken sind gut für die Seele.
Keine Wolken sind aber so langweilig für den Fotografen.

Was ist dir wichtig?

Kein Moment

Niemand kann die Vergangenheit ändern.
Nur das, was genau hier und jetzt geschieht,
ist von Bedeutung.

So viel zu diesem Klischee aus dem Glückskeks.

Aber was, wenn dir der Moment egal ist?
Was bleibt?
Die Zukunft?
Eine Zukunft, von der wir nicht einmal wissen, ob sie überhaupt kommt.
Im Kreis drehen.
Nächtliche Gedanken und Erinnerungen.

Es klingt so dramatisch.
Das ist es überhaupt nicht.
Es ist Freiheit, nichts mehr tun zu müssen.
Nicht einmal im Moment zu leben.