Le Mont-Saint-Michel

Das einzige Bild eines Sommers,
ein paar Jahre später gezeichnet.
Verloren in der Zeit.
Manchmal, immer.
Die Eishand, die mein Herz zusammendrückt.

Wir wanderten vor Sonnenaufgang zum Mont-Saint-Michel.
Das Licht für die Fotos.
Ich war einfach müde.
Ich habe damals keine Fotos gemacht.
Die Schnappschüsse auf meinem Handy sind verloren.
Irgendwo in der Zeit.
Irgendwo in der Vergessenheit.

Ich erinnere mich, wie ich durch die Burg ging und niemand war da.
Es war 6 Uhr morgens und noch war nichts geöffnet.
Keine Touristen.
In diesem Moment gefiel mir der Mont-Saint-Michel.
… und als mir der freundliche französische Barbesitzer um 6:30 Uhr einen Espresso anbot.

„Alors, tu as aussi pris le lever du soleil en photo ? “
„Non, je les ai juste accompagnés pour avoir un peu de temps.“

Manchmal frage ich mich, ob ich dorthin zurückkehren sollte.
Aber wenn ich ehrlich bin, weiss ich nicht warum.
Das ist ein Ort, den ich nicht für mich brauche.
Selbst die Erinnerung ist nicht wichtig.

Kein Moment

Niemand kann die Vergangenheit ändern.
Nur das, was genau hier und jetzt geschieht,
ist von Bedeutung.

So viel zu diesem Klischee aus dem Glückskeks.

Aber was, wenn dir der Moment egal ist?
Was bleibt?
Die Zukunft?
Eine Zukunft, von der wir nicht einmal wissen, ob sie überhaupt kommt.
Im Kreis drehen.
Nächtliche Gedanken und Erinnerungen.

Es klingt so dramatisch.
Das ist es überhaupt nicht.
Es ist Freiheit, nichts mehr tun zu müssen.
Nicht einmal im Moment zu leben.

Es sind die Tage

Die Tage plätschern in ihrer Zeitlosigkeit vor sich hin.
Kaffee
Musik
…überlegen, was heute passieren kann.

Immer ist da dieses Gefühl, dass irgendwas ist oder muss.
Trauma der der Jahre voller Cortisol.
Wenn die Erkenntnis kommt, dass nichts muss, dann geht der Tag los.
Es wird nicht automatisch ein guter Tag.
Manchmal lässt sie mich nicht los.
Melancholie.

Seit ich nicht mehr arbeite, muss ich mich auch nicht positiv motivieren.
Sie haben mich dafür bewundert,
dass ich immer gut drauf war,
dass ich immer so entspannt war,
dass ich immer wusste, was muss.

Sie haben nie gesehen, wie viel Kraft ich brauchte.

Heute muss ich gar nichts.
Kaffee
Musik

…und dann ist da das Gefühl
Es kam in diesem einen Moment.
Manchmal
Bleibt es ein wenig zu lange.

Grau ist nicht für immer

Am Ende bleibt nichts grau
Außer Grau natürlich
An dieser Theorie scheint etwas Wahres zu sein:
Das Gute zu sehen, hilft einem, das Gute zu finden

Wir sagten kurz „Hallo“
Eine Erinnerung an einen Sonnenuntergang an der Ostsee
Vor ein paar Jahren
Dann ließ sie mich heute Abend in Ruhe

Die Frau lächelte und ging weiter
Ich wartete noch ein wenig
Jetzt habe ich das Cover für mein neues Buch

Musik und dieses Naturschauspiel

Manchmal beginnt der Tag grau, und am Ende weiß man: Steh auf und mach dich auf die Suche nach Farbe.

Das kannst nur du
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Erinnerungen an meinen Vater

erinnerungen-10-jahre

Ein alter Mann sitzt mit einem Jungen auf der Bank und sie lachen.

Ich mag dieses Bild, weil es so viel Freude ausstrahlt.
Das ist die Erinnerung, die ich haben möchte.
Mein Vater starb vor 10 Jahren.

Ich glaube nicht daran, dass die Seele nach dem Tod irgendwo ist.
Unsere Erinnerungen sind es, die weiterleben lassen.
Meine Erinnerungen wurden freundlicher.

Irgendwann war er der alte knauzige Opa, der seinem Enkel ein Stück Apfel klaut und beide lachen.

Nachher rufe ich meine Mutter an, und morgen fahren wir zum Friedhof und erzählen uns ein paar alte Geschichten.


Nur Musik finden, ist nicht einfach.

„Ich liebe das Leben“

Ich denke, dass die Interpretation von @iumaiumaiuma passend ist…
Schlager ist auch so eine Erinnerung an meine Kindheit.