LTJ Bukem ist irgendwann Anfang der 90er aufgetaucht. Ich hab soviel bei ihm getanzt. Er ist immer noch am Auflegen.
Ich mochte meine Drum’n’Bass-Platten. Die von seinem Label Goodlooking besonders.
Als ich vorhin auf dem Rad saß hab ich Big Bud gehört und es gibt ein Stück „A Way of Life“, das Bukem im Mix der Progression Sessions 4 spielt. Immer, wenn ich den Song höre, ist es als wenn ein Schalter umgelegt wird.
Mich durchströmt dann pures Glück.
Vielleicht sind es auch nur die Endorphine nach 20 km Rad bei 8°C.
Keine Ahnung.
Es ist ein bisschen wie fliegen.
Freiheit.
Sie stubst mich an und sagt: „Merkst du es?“
Natürlich.
Dieser glückliche Moment ist immer auch tiefe Melancholie.
Nicht diese traurige, eher diese warme und weiche, die schöne und leichte Melancholie.
Ich hab keine Worte dafür.
Dann kickte der Mix von Bukem.
Ich merke, wie ich mich spüre auf dem Rad in dieser Musik.
Ich merke, dass es alles ist, was ich brauche.
Ich merke, wie Musik und Bewegung meine Melancholie zum Tanzen bringt.
…und alles ist gut.