Diese Musik hörte ich damals noch nicht.
1981.
1981 taucht bei mir musikalisch nicht auf. Mit 12 ging irgendwie noch viel ohne Musik.
83 oder 84 das erste Mal Stadthallendisco war der Beginn.
Grauzone kamen in den Mainstream mit „Eisbär“ und der Song war sowohl musikalisch als auch textlich das, was mein pubertierendes Jungsherz berührte.
Das Album ist so viel mehr.
Heute wird mir das bewusst.
Musikalisch und textlich.
Das Album passt in den Tag.
Grau.
Zone.
Dabei war die Band aus Bern.
Schweiz.
Gestern hab ich daran gedacht, dass mein größtes emotionales Versagen und der Schmerz, den ich verursacht habe, sowohl bei dir als auch bei mir, diese 10 Jahre waren.
Rückwirkend nicht mehr zu ändern.
Manchmal holen mich die Gedanken noch ein.
Schweiz.
Manchmal – und heute ist manchmal – bin ich einfach traurig.
Es ist okey.
Es ist deshalb okey, weil ich mich nicht extrinsisch motivieren lassen muss, um meinen Tag oder meine Arbeit zu gestalten. Das war so anstrengend.
Es ist okey, weil ich einfach eine Platte von 1981 anmachen und eine Stunde und fünf Minuten nur in dieser Musik sein kann.
Es ist okey, weil ich mich nicht dagegen wehren muss.
Es ist okey, weil ich weder mir noch irgendwem dadurch weh tue.
Es ist okey, weil diese Traurigkeit ein Teil von mir ist.
Schon immer.
Weißt du und dann stehe ich auf diesem Balkon und lasse die Farben auf mich wirken.
…und dann schaue ich zu Louise und wir träumen vom Meer.
Meine Melancholie lächelt still.