Butterflyeffekt

butterflyManchmal lese ich in meinem alten Blog.
Irgendwie habe ich schon immer gerne geschrieben.
Manches kann ich Jahre später noch erinnern.
Manches ist verschwunden.
Worte für Momente, die nicht mehr da sind.


Gestern Abend las ich einen Text: „Butterflyeffekt“ (März 2012).
Die Emotion, der Schmerz, die Sehnsucht begleitet von meiner Melancholie berührten mich kurz.
Ohne, dass es mich runterzog.
So lange her und alles auch heute.
Nur ohne (unglückliches) Verliebtsein.

Butterflyeffekt

Tagsüber geht das jetzt meistens schon ganz gut. Da pack ich mein Verliebtsein, nachdem es mir schon den ersten Gedanken verpasst hat, morgens unters Kopfkissen. Zumindest denke ich das. Dann hoffe ich, dass es den ganzen Tag nicht irgendwo in mir auftaucht. Manchmal kneift mich dieses Gefühl aber kurz in die Seite. Manchmal lächle ich dann. Manchmal packt aber diese unsichtbare Eishand durch den Magen meine Lunge zerreißend einfach so mein Herz und presst es zusammen. Manchmal werde ich fast ohnmächtig oder möchte nur schreien. Oft geht das leider nicht, dann krümme ich mich nur innerlich zusammen. Dann erzähle ich einen Witz. Manchmal sogar nur mir selbst. Freudentränen sind keiner Erklärung bedürftig.

Meistens ist es inzwischen allerdings eher ruhig. Im Grau des Alltags lassen sich so dann und wann ein paar Farben entdecken, die sich zumindest beim Gang am Wasser in diesem spiegeln. Musik rettet ohnehin fast alles. Die Schablonenmenschen sind immer noch nicht besser zu ertragen, aber sie zeigen mir jeden Tag immer wieder, dass ich so niemals enden will. Ohne Phantasie und keine Träume. Ich lauf dann doch lieber tagträumend lächelnd und tänzelnd durch die Stadt. Manchmal fühle ich mich dann so frei. Manchmal vergesse ich für einen Moment, dass ich verliebt bin. Dann lächle ich einfach dem Mädchen mit dem gelben Fahrrad zu. Sie winkt und ist verschwunden. Manchmal finde ich das sehr schade.

Ich weiß, ich müsste einfach nur aufhören, an dich zu denken.

…und ich habe ein Wort wiedergefunden: Schablonenmenschen.
Mal sehen, ob sie nochmal Thema werden…

Heute Morgen ist Sie da.
Tief und schwer.
Gleichwohl umarmt sie mich so sanft.
Skills rauskramen, um nicht zu versinken.

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