Der Herbst kommt.
Ich wollte eigentlich zeichnen (üben) und bin dann einfach auf meinem Balkon sitzen geblieben.
Jetzt geht das.
Heute sowieso, da keine Sonne ist.
Warm ist es gleichwohl.
„Gleichwohl“ gehört auch zu den Worten, die ich sehr mag.
Es hat noch nie gefunzt ohne Deadlines.
Was passiert aber, wenn es keine mehr gibt?
Klappt dann nichts mehr?
Da kommt dann die Frage: Was soll denn noch klappen?
Manchmal ertappe ich mich, dass ich ein bisschen ein schlechtes Gewissen habe, wenn ich Zeit einfach so verrinnen lasse.
Diese kostbare Zeit.
Unwiederbringlich.
Dann stellt sich wieder Fragen:
Wann ist denn Zeit gut genutzt?
Welche Qualität muss sie haben?
Was soll/ muss das Ergebnis sein?
…und dann merke ich, dass es mir wumpe ist.
Meine Zeit ist meine Zeit.
Sie hat genau einen bestimmten Zeitpunkt: 08:15 Uhr Herzmedikamentenzeit.
Herzzeit!
Wenn ich so darüber nachdenke, der Tag, egal wie schlecht die Nacht war, beginnt immer mit Herzzeit.
Danach kann die Zeit machen, was sie will mit mir oder ich mit ihr.
Wenn das mal nichts ist…